c't 9/2016
S. 58
Trend
Windows 10
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Rotverschiebung

Windows 10 Redstone nimmt Form an

Microsoft hat für Betatester eine Windows-Vorabversion veröffentlicht, mit einigen der Veränderungen, die kurz zuvor auf der Entwicklerkonferenz Build zu sehen waren. Viele davon stecken in den Kinderschuhen – doch es wird erkennbar, wohin die Reise geht.

Seit der Veröffentlichung von Windows 10 in Version 1511 gab es bereits einige Vorabversionen des kommenden Upgrades namens „Redstone“. Bisher hatte sich Microsoft allerdings um Optimierungen am Kernel und Code Refactoring gekümmert. Die sichtbaren Änderungen am System fielen eher gering aus – das Auffälligste war eine neue Animation auf der Anmeldeseite.

Mit dem dunklen Systemfarbschema erinnert Windows 10 noch stärker an das Aussehen von Windows Phone.

In der Vorabversion mit der Build-Nummer 14316 hat sich das geändert. Teilnehmer des Betatest-Programms „Windows Insider“ können sie über den Fast Ring (im Deutschen „Schnellanzeige“) beziehen. Drin stecken einige der Neuerungen, die Microsoft auf der Entwicklerkonferenz Build 2016 Ende März gezeigt hat. So ist das angekündigte Ubuntu-Subsystem nun enthalten, das etwa die native Ausführung einer Linux-Shell ermöglicht. Wer damit herumspielen möchte, muss zuerst sicherstellen, dass in den Einstellungen unter „Update und Sicherheit / Für Entwickler“ der „Entwicklermodus“ eingeschaltet ist. Über die Systemsteuerungs-Funktion „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ lässt sich dann das „Windows Subsystem for Linux (Beta)“ hinzufügen. In der nächsten c’t werden wir über das Linux-Subsystem von Windows 10 ausführlicher berichten.

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