c't 9/2016
S. 18
News
Musikmesse und Superbooth
Aufmacherbild
Auf der Superbooth konnten Messebesucher selbst Hand an die Audio-Hardware anlegen.

Music, nonstop

Frankfurter Musikmesse und Superbooth in Berlin

Ein anderes Konzept und veränderte Öffnungszeiten sollten neuen Schwung in die stagnierende Frankfurter Musikmesse bringen. Doch so ganz ging der Plan nicht auf – wohl auch, weil zeitnah in Berlin eine weitere Musikmesse für geladene Fachbesucher aus Handel und Produktion ihre Premiere feierte.

Die meisten Neuerungen in der Welt der Musiker finden sich bei Synthesizern und deren Verbindung mit Computern – entweder für Emulationen und Effekte, aber auch für neue Bedien- und Steuerungskonzepte. Fans von E-Gitarre und Bass hingegen wurden in Frankfurt enttäuscht: Verwirrung über Konzeptänderungen führten dazu, dass ausgerechnet Fender und Gibson der Messe fernblieben.

Der Alex genannte Sequencer/Synthesizer von Dasz lässt sich mit den Modulen nach und nach 16-spurig ausbauen.

Eine interessante Neuigkeit in Frankfurt kam von einem Hersteller, der erstmals auf der Musikmesse vertreten war: Dasz, ein junges kanadische Unternehmen, das einen Prototyp seines Synthesizers „Alex“ präsentierte. Dessen Module lassen sich über ein seitliches Bus-System ohne Kabel direkt ineinander stecken. Das DSP-gesteuerte System besteht aus einer vierspurigen Zentraleinheit mit integriertem Mixer, das sich durch bis zu drei Vierspur-Module auf maximal sechzehn Spuren ausbauen lässt. Neben einem eigenen DSP besitzt jedes Modul ein TFT-Display, acht Push-Encoder und ebenso viele Buttons. I/O-Expansion-Cards erlauben den Anschluss von externem MIDI-Equipment oder weiteren analogen Eingängen. Dasz entwickelt zurzeit Software (Effekte Sampler, virtuell analoge Synthesizer und so weiter), mit der sich jedes Modul füttern lässt. Einen endgültigen Lieferumfang und den angestrebten Preis konnte Dasz noch nicht nennen.

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