c't 2/2017
S. 128
Praxis
Progressive Web-Apps
Aufmacherbild

Website-Apps

Progressive Web-Apps vereinen das Beste aus Websites und Mobil-Apps

Website oder App? Techniken wie responsives Webdesign und hybride Apps haben die Grenze zwischen beiden Welten durchlässiger gemacht – progressive Web-Apps könnten sie ganz einreißen.

Eine Website muss überall funktionieren: Das war die Idee hinter responsivem Webdesign. Progressive Web Apps (PWAs) entwickeln diesen Gedanken weiter und überschreiten damit die Grenze zwischen Web und Apps. „Progressive“ ist dabei im Sinn von „Progressive Enhancement“ zu verstehen: Man nutzt die Kapazitäten neuer Browser, ohne die übrigen auszuschließen.

Progressive Web-Apps funktionieren auch ohne Netzverbindung, können Push-Nachrichten entgegennehmen, lassen sich auf dem Homescreen von Mobilgeräten installieren und ohne die umschließende Browser-Bedienoberfläche starten – und all das nur mit Web-Techniken. Eine PWA vereint also das Beste aus Web- und App-Welt, den beiden lebhaftesten Anwendungsplattformen.

Kerntechnik der PWAs sind mehrere neue JavaScript-Schnittstellen, die sich um das Thema ServiceWorker gruppieren. Wie die bereits länger bekannten WebWorker ermöglichen ServiceWorker JavaScript-Anwendungen, die unabhängig von den Skripten einer Webseite laufen. Der Unterschied: ServiceWorker können das auch, wenn die betroffene Webseite gar nicht geöffnet ist. Sie können wie ein Proxy zwischen Server und Browser agieren, sind dabei aber beschränkt auf die Domain, von der sie kommen.

Kommentieren