c't 2/2017
S. 70
Praxis
China-Smartphones
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Zahme Drachen

Smartphones direkt in Chinabestellen und einrichten

Teure Auslandsüberweisungen an windige Händler, nachträgliche Zollgebühren, chinesische Bedienoberflächen, Spionage-Software, fehlende Google-Apps – die Hürden beim Kauf eines China-Phones scheinen hoch zu sein. Doch tatsächlich ist das meiste halb so wild.

Ganz ohne Aufwand und Risiko geht es beim Kauf der Schnäppchen-Smartphones nicht, aber glücklicherweise kann man sich vorher einen Eindruck davon verschaffen, was einen erwartet. Die beiden Knackpunkte: Kaufe ich in Deutschland oder in China? Bekomme ich das vorinstallierte Android in den Griff – in puncto Sprache, Sicherheit und Play Store – oder muss ich ein anderes ROM installieren, und wo bekomme ich dann eines her?

Das Risiko, sein Geld ganz zu verlieren, ist ziemlich gering, wenn man nicht bei den billigsten und windigsten Händlern kauft. Händler mit guten Bewertungen und Hersteller mit Direktvertrieb liefern jedoch in der Regel zuverlässig – Schwierigkeiten gibt es dort höchstens aufgrund schlechter Lieferbarkeit oder des Zolls. Allerdings sollte man sich auf ungewohnt lange Versandzeiten einstellen; eine Woche gilt schon als kurz.

Der Kauf bei einem Händler mit Sitz in Deutschland oder zumindest der EU hat wichtige Vorteile: Man braucht sich nicht um Zollkontrollen und Einfuhrumsatzsteuer zu kümmern. Tritt ein Defekt auf, muss sich der Verkäufer an das Gewährleistungsrecht halten, also kostenlos reparieren oder Ersatz liefern.

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