c't 3/2017
S. 176
Hintergrund
Wahlmaschinen
Aufmacherbild
Bild: Jörg Niehage

Kreuzchenmacher

Chancen und Probleme der elektronischen Stimmabgabe

Konventionelle Wahlen bringen Arbeit für viele Stimmauszähler und lange Wartezeiten bis zum Ergebnis. Mit elektronischer Stimmabgabe ginge alles viel schneller, doch wie die jüngsten US-Wahlen aufzeigen, schlimmstenfalls auch in die Hose.

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wurden massenhaft Vorwürfe laut, das Ergebnis sei nur auf Manipulationen der elektronischen Wahlsysteme zurückzuführen.

Faktische Hinweise auf eine systematische Manipulation der Präsidentschaftswahl liegen auch Monate nach der Wahl nicht vor oder beruhen auf erwiesenen Falschmeldungen. Doch so, wie Wahlen in den USA durchgeführt werden, lassen sich Wahlergebnisse auch gar nicht auf ihre Korrektheit überprüfen. Die Praxis bei den US-Wahlen ist ein Beispiel dafür, wie man eine national bedeutende Wahl mit technisch ungeeigneten Mitteln entwerten kann.

Kommentieren

Weitere Bilder

Kreuzchenmacher (3 Bilder)

Technik aus dem vergangenen Jahrtausend: Mit Votomatic-Wahlmaschinen stanzen Wähler ihre Stimme in eine Lochkarte.