c't 3/2017
S. 116
Test
Instant-Messenger
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Bild: Jörg Niehage

Schreib mal anders

Sichere WhatsApp-Alternativen im Vergleich

Zwischen WhatsApp und einem Großteil der deutschen Smartphone-Nutzer besteht eine Hassliebe: Um in Kontakt zu bleiben, braucht man den Messenger, doch teilt man ungern so viele Informationen mit einer App, die von Facebook stammt. Alternativen gibt es en masse und viele bieten besseren Datenschutz, mehr Sicherheit und zusätzliche Funktionen.

WhatsApp brauchte nur zwei Stationen, um sein Image vom Everybody’s Darling zum ungeliebten Datenspion zu wandeln: Zunächst wurde die populäre Messenger-App von Facebook gekauft und später begann sie– entgegen ursprünglicher Beteuerungen – Nutzerdaten an Facebook zu übermitteln. Das Vertrauen vieler Nutzer ist seitdem dahin. Selbst neue Funktionen und eine sichere Verschlüsselung stimmen sie nicht gütlich – zu groß ist die Aversion gegen Facebooks Datensammelwut.

Glücklicherweise mangelt es nicht an Alternativen. Viele davon haben mehr Funktionen, gehen sparsamer mit Daten um und bieten überprüfbare Sicherheitskonzepte. Wer in den App-Stores von Android und Apple nach „Messenger“ sucht, erhält eine schier endlos erscheinende Trefferliste. Auf den ersten Blick muten viele Apps mit mehreren Millionen Downloads als äußerst populär an, doch einige sind nur etwa in China und Indien beliebt. Andere Messenger wie Slack und Snapchat sind nur auf spezielle Zielgruppen oder Aufgaben zugeschnitten und bieten den Nachrichtenversand nur als Nebenfunktion an.

Für einen ausführlichen Test haben wir uns deshalb auf die hierzulande populärsten sechs Messenger beschränkt, die WhatsApp Paroli bieten können: Google Allo, Signal, Telegram, Threema, Wire und Facebook Messenger. Letzterer hat zwar eine breite Nutzerbasis, bringt aber dieselben Datenschutzprobleme mit wie WhatsApp. In der Tabelle „Instant Messenger“ finden Sie zusätzlich die einigermaßen verbreiteten Apps Kik, WeChat und Line.

Immer und überall?

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