c't 3/2017
S. 69
Trend
Microsoft und Linux
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Windows Server und Ubuntu gemeinsam in der Azure Cloud

Linux as a Service

Die gemeinsame Zukunft von Microsoft und Open-Source

In Zukunft wird Open-Source-Software fester Bestandteil des Angebots von Microsoft. Damit will der Konzern Kunden und Administratoren stärker an sich binden, die dann seltener über den Tellerrand zu schauen brauchen.

Linux und Microsoft, das ging lange Jahre nicht zusammen. Inzwischen ist der Software-Konzern nicht nur mit dem Linux-Kernel warm geworden, sondern mit Open-Source insgesamt. Die häufiger werdenden Portierungen von Microsoft-Software wie PowerShell und SQL-Server auf Linux sowie Integration Linux-typischer Software in die hauseigenen Plattformen zeigen schon länger, dass Microsoft sich in eine neue Richtung bewegt.

In den nächsten Jahren will Microsoft weitere traditionelle Dienste von Linux-Distributionen in seine Software integrieren. Denn der Konzern hat erkannt, dass Linux und Open-Source ihre Vormachtstellung in Bereichen wie Webserver, IoT oder Cloud-Services nicht mehr streitig zu machen sind. Der einzig sinnvolle Weg ist daher die Integration. Zahlende Kunden lassen ihr Geld da, wo sie die von ihnen benötigten Dienste bekommen. Und der Kundschaft ihren Willen auszureden ist aufwendig. Warum sollten Windows-Administratoren noch in den Open-Source-Sektor abwandern wollen, wenn sie alle von dort benötigten Dienste bequem in ihrer gewohnten Umgebung per Web-Interface aktivieren und konfigurieren können?

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