c't 6/2017
S. 98
Praxis
Raspi-Projekt: Auto-PC
Aufmacherbild

Raspi auf Rädern

CarPi – Raspberry als Infotainment-System

Längst steckt hinter Radio- und Navigationssystemen der Autohersteller und Zulieferer PC-Technik. Wieso sollte man also etwas selber bauen, das schon da ist? Ganz einfach: Damit gelingen Dinge, die mit Fertigware von der Stange niemals funktionieren werden. Solide Linux-Kenntnisse helfen, damit aus Bastelspaß nicht Frickelfrust wird.

Die ersten Versuche, einen Raspi im Auto zu nutzen, gehen auf Andrei Istodorescu, einen Softwareentwickler aus Bukarest, zurück. Der fing 2013 mit einem Pi Model B an, indem er das Mediacenter Kodi (vormals Xbmc) mit der freien Navigationssoftware Navit kreuzte. Aus diesen Anfängen heraus bildeten sich nach einer englischsprachigen auch eine deutsche Community, die in ihren Foren Probleme und Verbesserungen diskutiert (der c’t-Link am Ende des Artikels weist unter anderem den Weg dorthin).

Im Unterschied zu manch anderem Raspi-Projekt sollte man die derzeit erhältliche Software „nur“ als Arbeitsgrundlage sehen. Am Projekt arbeitet zwar mittlerweile mehr als nur ein einzelner Entwickler, doch um damit glücklich zu werden, muss eine Vielzahl von Dingen in Eigenregie erdacht und realisiert werden: Zur Anbindung an die Infrastruktur im Auto, sprich Stromversorgung, Antennen, Radio beziehungsweise Verstärker, gibt es keinerlei Vorgaben – manches Problem ist nicht mal gelöst und auf einen Festeinbau müsste eigentlich auch der TÜV ein Auge werfen …

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