c't 7/2017
S. 32
News
Automatisiertes Fahren
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Autonom und elektrisch

Hochautomatisierter Leaf im Praxistest

Der Nissan Leaf zählt weltweit zu den meistverkauften Elektroautos. Im Londoner Stadtverkehr zeigten die Japaner auf einer Testfahrt im Prototyp, wie weit sie in Sachen elektrifizierter Autopilot gekommen sind.

Nissan hat in London den aktuellen Forschungsstand in Sachen hochautomatisierten Fahrens präsentiert. Das Konzeptfahrzeug auf Basis eines Nissan Leaf musste seine Fahrkünste im Rahmen einer Testfahrt im Osten Londons unter Beweis stellen. Genau genommen handelte es sich um ein vollautomatisiertes System der Stufe 4: Der Fahrer nimmt hier nur noch eine Kontrollfunktion wahr und muss im Bedarfsfall die Steuerung „unverzüglich“ übernehmen können (siehe c’t 6/17, S. 42).

Der in London vorgestellte Prototyp ist mit 4 LiDAR-Scannern, 5 Radarsensoren und 12 Kameras ausgestattet. Die große Zahl an Kameras dürfte dabei der Tatsache geschuldet sein, dass schon das Ausgangsfahrzeug mit einem 360-Grad-Kamerasystem als Einparkhilfe ausgestattet ist. Hinzu kommen eine Rück- und eine dreifache Frontkamera, die den vorderen Bereich des Fahrzeugs in verschieden großen Blickwinkeln abdeckt. Eine Besonderheit sind zwei Kameramodule an den vorderen Dachholmen, mit denen das System einen besseren Überblick übers Verkehrsgeschehen bekommt.

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Das Testfahrzeug war auch an den Seiten mit LiDAR-Sensoren ausgestattet.