c't 9/2017
S. 120
Test
Wetter-Apps
Aufmacherbild
Bild: Alexander Gelin

Von heiter bis wolkig

Android- und iOS-Wetter-Apps externer Anbieter

Auf Smartphones vorinstallierte Wetter-Apps liefern nur spärliche und schwer zu interpretierende Informationen. Oder wissen Sie, was eine Wolke mit zwei oder drei Regenstrichen konkret bedeutet? Apps externer Anbieter informieren umfassender und meist präziser über die Aussichten für die nächsten Tage.

Zum Kasten: Vom Regenradar in die Traufe

Früher hatten Kinder um 20:15 Uhr still zu sein, denn da lief in der Tagesschau der Wetterbericht. Dabei ging es um die Wahl der richtigen Jacke für den nächsten Tag, um die Arbeit auf dem Bauernhof oder im Garten, die Verkehrslage und die Planung von Besorgungen oder Freizeitaktivitäten. Smartphone-Apps schlüsseln das Wetter nach lokalen Wetterlagen auf, überlassen dem Anwender aber auch die Auswahl verlässlicher Informationen und deren Interpretation. Ohne Vorkenntnisse lässt sich anhand der von der App angegebenen Niederschlagswahrscheinlichkeit kaum einschätzen, ob es regnen wird oder nicht (siehe Kasten).

Die Daten der Apps stammen aus unterschiedlichen Quellen, beispielsweise aus Messungen nationaler Wetterdienste, aus Berechnungen von mehreren Wettermodellen und aus Algorithmen, die die Aussagen dieser Modelle bewerten. Von außen ist nicht nachzuvollziehen, ob hinter der App das immer gleiche, kostenlos verfügbare Wettermodell steckt oder ob eine Abteilung voller Meteorologen die Prognose in Echtzeit anpasst. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Prognosen aus. Jede Vorhersage ist grundsätzlich erstmal falsch. Die Frage ist nur, wie falsch.

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