c't 9/2017
S. 114
Hintergrund
Industrie 4.0: Augmented Reality
Aufmacherbild
Bild: Bosh

Voll den Durchblick

Augmented Reality in der Industrie

Erweiterte Realität? Das war lange Science-Fiction-Filmen und psychoaktiven Substanzen vorbehalten. Doch inzwischen kommen immer mehr Augmented-Reality-Anwendungen auf den Markt – insbesondere für die Industrie. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Simulation neuer Fahrzeugkonzepte bis zu Kommissionierungsaufgaben in der Lagerlogistik.

Kennen Sie Bisaknosp, Magcargo und Traunfugil? Kinder schon: Das sind Fantasiewesen aus dem Smartphone-Spiel Pokémon Go, das sich innerhalb von nur einem Jahr zur erfolgreichsten Augmented-Reality-Anwendung aller Zeiten entwickelt hat. Mehr als fünf Millionen Menschen weltweit sind bereits der Faszination dieses AR-Spiels erlegen. Bei Pokémon Go wird die Kamera eines Mobilgeräts genutzt, um Live-Bilder der Umgebung aufzunehmen, die auf dem Display dann mit digitalen Informationen wie grafischen 3D-Objekten überlagert werden.

Industrielle AR-Anwendungen arbeiten ganz ähnlich. Allerdings haben Smartphones und Tablet-PCs einen Nachteil: Man muss sie bei der Nutzung in der Hand halten. In industriellen Umgebungen kommen deshalb häufig Datenbrillen mit AR-Funktion zum Einsatz, damit der Träger beide Hände frei hat. Unterschieden wird dabei einerseits zwischen monokularen und binokularen Augmented-Reality-Brillen, andererseits zwischen sogenannten See-Through- und Look-Around-Systemen.

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