c't 1/2017
S. 110
Hintergrund
WLAN-Zertifizierung

Siegelflut

Wie Zertifizierungsprogramme die WLAN-Evolution bremsen

Der Wi-Fi-Certified-Stempel auf den Gerätekartons verspricht, dass WLAN-Produkte beliebiger Hersteller reibungslos zusammenspielen. Doch dieses „Wollsiegel“ fürs WLAN verwässert zunehmend. c’t blickt hinter die Kulisse und schildert neue WLAN-Features.

Dank der Bekanntheit des Markennamens „Wi-Fi“ führt für die meisten Produzenten von Geräten mit WLAN kein Weg an den Zertifizierungsprogrammen des Hersteller-Interessenverbandes Wi-Fi Alliance (WFA) vorbei. Diese Programme sollen gewährleisten, dass sich Produkte verschiedener Herkunft auch bei spezielleren Funktionen als nur banalem Datentransport für drahtlosen Internetzugang miteinander verstehen.

Im Oktober 2016 hatte die WFA 749 Mitglieder, die an immer neuen Zertifizierungsprogrammen für alle möglichen Anwendungsfälle arbeiten. Das Führungsgremium der WFA, das allmächtige Board of Directors (BoD), musste aber konsterniert feststellen, dass nur ein kleiner Teil der Programme im vorgesehenen Zeitrahmen entwickelt wird und ein noch kleinerer Teil anschließend überhaupt Marktgeltung erlangt.

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Beim Multi-User-OFDMA für den 11ac-Nachfolger IEEE 802.11ax verschachtelt der Access Point Daten an unterschiedliche Clients auf verschiedene Subträger. So lässt sich der Summendurchsatz in der Funkzelle steigern. Quelle: National Instruments