c't 1/2017
S. 40
News
Anwendungen

Zeichentrick mit CrazyTalk Animator

CrazyTalk Animator 3 bringt Vorlagen für Menschen und Haustiere mit, die sich über charakteristische Bewegungsabläufe animieren lassen.

Reallusion hat Version 3 von CrazyTalk Animator veröffentlicht. Das Programm für 2D-Trickfilme richtet sich an Einsteiger. Es hilft nun mit Charakter-Vorlagen und einer Bewegungs-Bibliothek bei der Animation. CrazyTalk Animator bringt typische Bewegungsabläufe für Haustiere und Menschen mit. Die Charakter-Vorlagen umfassen Grafiken für Personen, die sich mit Hüten, Brillen, Gipsbeinen und Ähnlichem ausstatten lassen. Grafiken von Charakteren lassen sich über „Pins“ in Körperteile segmentieren, dehnen, stauchen sowie verzerren und mit Masken oder Kontrollpunkten teilweise fixieren. Der „Free Bone Editor“ hilft beim Zuweisen einer Skelettstruktur. Eine veränderbare Mimik und automatische Audio-Lippen-Synchronisation hauchen den Figuren Leben ein. Die Animationssoftware steht für Windows und macOS zur Verfügung und kostet 60 Euro. (akr@ct.de)

Inverse Bildersuche

Mit der Bildersuche von Polycolor (bildersuche.polycolor.de) sollen Fotografen Urheberrechtsverletzungen an ihren Bildern auf die Spur kommen können. Sie greift sich alle Fotos einer wählbaren Domain und gleicht deren Bildmaterial mit ihrem Index ab. Nach Angabe des Entwicklers Kai Sandner umfasst dieser derzeit etwa 750 Millionen Bilder aus dem deutschsprachigen Raum und den Niederlanden. Über eine Positiv-Liste lassen sich Webseiten von der Suche ausnehmen, deren Bilder korrekt lizenziert sind. Der Nutzer erhält ein bis zwei Tage nach der Anfrage einen Link mit den Suchergebnissen samt Bild, URL und Datum des Funds. Abgemahnt wird nicht – was der Nutzer mit dem Ergebnis macht, bleibt ihm überlassen. Derzeit ist die Suche noch im Probebetrieb und kostenlos. Ab Januar soll sie 10 Euro pro Anfrage kosten. (akr@ct.de)

Verbesserte Bildausgabe bei Capture One

Capture One 10 Pro zeigt nun Eigenschaften wie Auflösung und JPEG-Artefakte noch vor dem Export an.

Phase One verbessert beim Raw-Entwickler Capture One Pro 10 den Foto-Export. Das Bildansichtsfenster hat eine neue Proof-Funktion erhalten, die eine Vorschau von Eigenschaften wie Auflösung und JPEG-Artefakten noch vor der Bildausgabe anzeigt. Die Bildschärfung lässt sich nun in drei Stufen regeln. Im Objektiv-Werkzeug soll sich durch Diffraktion (Lichtbeugung) verloren gegangene Schärfe wiederherstellen lassen. Die Palette für kreatives Schärfen unterdrückt Halos und schärft auf Wunsch selektiv. Bei der Ausgabe schließlich schärft das Programm für Druck oder Bildschirm.

Die neue Version soll Fotos schneller aufrufen als der Vorgänger. Foto-Ordner lassen sich per Drag & Drop neu organisieren. Die Suchfunktion unterscheidet nun zwischen Landschafts- und Porträt-Ausrichtung. Version 10 unterstützt auch aktuelle Kameramodelle von Olympus und Sony sowie die Videoschnitt-Eingabegeräte des Herstellers Tangent. Beim kabelgebundenen Fotografieren kann man über die Software fokussieren. Das Programm ist als Dauerlizenz für 280 Euro oder als Abo für 12 Euro/Monat für Windows und macOS erhältlich. Ein Upgrade von Capture One Pro 8 oder 9 kostet 100 Euro. (akr@ct.de)

Wissensdatenbank mit Wiedervorlage

Das Windows-Programm MemoMaster 6 von JB Software kategorisiert digitale Schriftstücke aus unterschiedlichen Quellen in einer hierarchischen Datenbank. Das können Notizen, Screenshots, heruntergeladene Texte, E-Mails oder Excel-kompatible Berechnungen sein. Die Dokumente lassen sich über ihre Position in einer Baumstruktur, über Schlagwörter und andere Metadaten sowie per Volltextsuche wiederfinden. Inhaltssammlungen exportiert das Programm als E-Book-taugliche CHM-Dateien und als HTML-Hilfedateien. Version 6 enthält eine Funktion zur Wiedervorlage, außerdem gibt es jetzt ein Betrachter-Programm zur Anzeige einzeln exportierter Datensätze. MemoMaster bekommt man in einer – auch gewerblich nutzbaren – Gratisversion sowie mit erweiterten Funktionen in Einzel- und Mehrplatzausführungen ab 15 Euro. (hps@ct.de)

Lightroom CC und Mobile

Lightroom CC fügt dem Bearbeitungsfenster auf Wunsch ein Referenzbild hinzu, anhand dessen man die Farben des aktiven Fotos anpassen kann.

Adobe hat Updates für Lightroom CC/6 und Lightroom Mobile für iOS veröffentlicht. Lightroom CC 2015.8 bringt jetzt eine sogenannte Referenzansicht, die dem bearbeiteten Foto ein Referenzbild gegenüberstellt. Auf diese Weise lässt sich eine Bilderserie farbkonsistent bearbeiten. Außerdem soll Lightroom Dateien schneller auf Laufwerke und Netzlaufwerke verschieben können. In Smart-Sammlungen filtert das Programm nun nach Schnappschüssen und hält gespeicherte Entwicklungseinstellungen dabei fest. Die Kamera- und Objektiv-Datenbank hat Adobe unter anderem um Profile für das Google Pixel und Pixel XL, das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge sowie das iPhone 6 und 6s erweitert.

Die Begleit-App Lightroom Mobile 2.6 für iOS bringt eine neue Bedienoberfläche; Android-Nutzer müssen auf diese vorerst verzichten. In der Titelzeile unterscheidet sie zwischen Info- und Entwickeln-Bereich, ähnlich dem Bibliotheks- und ein Entwickeln-Modul in Lightroom CC. Der neu gestaltete Info-Bereich zeigt Bewertungen und wichtige Metadaten der Aufnahme. In einem einfach gehaltenen IPTC-Editor kann man Bildtitel und -unterschrift sowie Copyright-Angaben eintragen. Der Entwickeln-Bereich fasst die Regler zur besseren Übersicht in Sets etwa für Licht, Farbe, Effekte und Optik zusammen. Hält man den Finger eine Sekunde auf dem Bild, zeigt die App eine Vorher-Ansicht zum Vergleich. Im Professional-Modus lassen sich Belichtung und Fokus manuell steuern. Außerdem nimmt die Kamera auf Wunsch Raw-Fotos auf. (akr@ct.de)

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