c't 1/2017
S. 19
News
Server & Storage

Kompakter Server mit bis zu sechs Festplatten

Kleiner Server mit maximal sechs Laufwerken: Microserver MI106+ von Thomas Krenn.

In den „Microserver MI106+“ von Thomas-Krenn.com passen sechs Festplatten beziehungsweise SSDs: zwei im 2,5-Zoll-Format fest montiert und vier 3,5- oder 2,5-Zoll-Platten in vier Hotswap-Schächten. Das Mini-ITX-Mainboard Asus P10S-I mit dem Chipsatz C232 besitzt eine LGA1151-Fassung für einen Skylake-Prozessor mit zwei oder vier Kernen, maximal ist der Xeon E3-1270v5 vorgesehen.

Die billigste Konfiguration mit Pentium G4400, 4 GByte DDR4-ECC-RAM und 1-TByte-Festplatte kostet 700 Euro. Der Aufpreis für Windows Server 2016 Essentials beträgt 410 Euro, andere Windows-Server- und Linux-Versionen sind ebenfalls lieferbar. (ciw@ct.de)

Server-Festplatten mit 12 und 14 TByte

Kapazitätssteigerung dank Helium: Die HGST-Festplatte He¹² speichert 12 TByte.

HGST hat neue Laufwerke für den Enterprise-Einsatz vorgestellt. Die vierte Generation der hauseigenen Helium-Festplatten speichert nun 12 TByte auf acht Scheiben; möglich wird dies durch nochmals dünnere Platters.

Die Rotationsgeschwindigkeit der Ultrastar He12 liegt bei 7200 min–1, die maximale Übertragungsrate bei 243 MByte/s. Der DRAM-Cache ist 256 MByte groß, die Laufwerke werden mit SATA- und SAS-Anschluss erhältlich sein. Sie unterstützen Instant Secure Erase und kommen mit fünf Jahren Garantie; die Wahrscheinlichkeit von Lesefehlern gibt HGST mit 1 · 10–15 an. Die Festplatten sind bereits bei einigen ausgewählten Partnern im Einsatz, in der ersten Hälfte des kommenden Jahres sollen sie auf dem Markt erhältlich sein.

Auf Basis des 12-TByte-Modells will HGST mittels Shingled Magnetic Recording (SMR) die Kapazität auf 14 TByte steigern. Die Ultrastar Ha14 wird in zwei Versionen erhältlich sein: Host-Managed-SMR und Host-Aware-SMR. Beide verarbeiten spezielle SMR-Kommandos der Storage-Software, Letztere aber kann auch als Ersatz für herkömmliche PMR-Laufwerke dienen. Mitte 2017 sollen die Festplatten verfügbar sein.

Weiterhin hat HGST neues Server-SSDs angekündigt: Ultrastar SN200 und Ultrastar SS200, beide mit bis zu 8 TByte Flash-Speicher. Das SAS-Modell Ultrastar SS200 soll beim Lesen bis zu 1,8 GByte/s und 250.000 IOPS liefern, die Schreibgeschwindigkeit liegt bei maximal 1 GByte/s. Die SS200 wird ab Frühjahr in verschiedenen Versionen erhältlich sein, die sich unter anderem in der Haltbarkeit unterscheiden.

Die PCIe-SSD SN200 wird im 2,5-Zoll-Gehäuse und als Steckkarte erhältlich sein. 560.000 IOPS sollen die SSDs bei einem üblichen 70/30-Mix aus 4K-Blöcken schaffen; weitere technische Daten hat HGST noch nicht genannt. Die SN200 sollen ebenfalls im ersten Quartal des nächsten Jahres erhältlich sein. Zu den Preisen aller Laufwerke hat sich HGST bislang nicht geäußert. (ll@ct.de)

48 ARM-Cores für Server: Centriq 2400

Qualcomm kündigt den ersten 10-Nanometer-Prozessor mit ARMv8-Kernen für Server an: Der Centriq 2400 enthält bis zu 48 CPU-Cores mit der selbst entwickelten „Falkor“-Mikroarchitektur. Muster davon liefert Qualcomm bereits an Server-Hersteller aus, fertige Systeme werden im zweiten Halbjahr 2017 erwartet. Dann sollen auch ARM-Server mit Cavium ThunderX2 oder APM X-Gene 3 erhältlich sein. Diese ARM-SoCs werden dann gegen Intels Skylake-EP antreten, der wohl als Xeon E5-2600v6 kommt.

Weitere Details zum Centriq 2400 verrät Qualcomm bisher nicht, macht also keine Angaben zu Preis, maximalem Hauptspeicher, Anzahl der PCIe-Lanes und integrierten Ethernet-Controllern. Qualcomm konnte aber schon einen Centriq-2400-Prototypen im Betrieb vorführen, unter Linux führte er Apache Spark, Apache Hadoop und Java aus.

Nach Spekulationen könnte es künftig auch eine ARM64-Version von Windows Server 2016 geben; Windows 10 für ARM64 soll 2017 erscheinen. (ciw@ct.de)

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