c't 10/2017
S. 172
Know-how
So funktioniert ein Laserdrucker
Aufmacherbild

Drucker-Grundlagen

Die Technik des Laserdruckers

Laserdrucker stehen in Druckerräumen und Büro-Ecken weltweit. Sie bringen Briefe und Akten sowie als Farb-Laserdrucker auch bunte Grafiken und Farbfotos zügig zu Papier. Das Druckprinzip, die Elektrofotografie, stammt vom Fotokopierer.

Anders als Matrix- und Tintendrucker, die eine Druckseite zeilenweise ausgeben, bearbeitet der Laserdrucker stets die ganze Seite. Der Grund dafür liegt in der Drucktechnik, die eher eine Belichtungstechnik darstellt: Grundlage jedes Laserdruckers und jedes Fotokopierers ist das 80 Jahre alte Elektrofotografie-Patent des US-Amerikaners Chester Carlson.

Das wichtigste Element der Elektrofotografie: die Bild- oder Fototrommel, die viele Laserdruckerbesitzer als Verschleißteil kennen. Die Bildtrommel nutzt die Eigenschaft einiger Halbleiter aus, im Dunkeln wie ein Isolator zu wirken, im Licht dagegen zu leiten. Sie besteht meist aus einem Aluminiumrohr – mindestens so lang wie die Breite des zu bedruckenden Papiers –, das außen mit einem Halbleitermaterial bedampft oder beschichtet ist, sodass eine amorphe (nicht kristalline) Halbleiterschicht entsteht. Als Halbleiter kam früher Selen zum Einsatz, heute sind es meist organische Materialien (Organic Photo Conductor, OPC) oder bei Hochleistungs-Laserdruckern Silizium.

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