c't 10/2017
S. 114
Kaufberatung
Videokameras
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Von HD bis 4K: Filmtaugliche Kameras im Vergleich

Smartphones sind drauf und dran, den Film-Devices wie Camcorder, Fotokamera und sogar der angesagten Actioncam den Rang abzulaufen. Doch in der Praxis klappt das Filmen mit dem Smartphone nicht so reibungslos – trotz 4K-Auflösung und leistungsstarker Software.

Brauche ich überhaupt eine Kamera? Ich habe doch ein Smartphone …. Das fragen sich Fotografen, Video-Amateure und Filmer. Tatsächlich sind die Smartphones inzwischen höllisch gut – etwa wenn jemand für seinen YouTube-Kanal in erster Linie Moderationen aus der Selfie-Perspektive aufnehmen will. Das hat eindeutige Vorteile – unter anderem kann man das Video direkt beurteilen oder schneiden.

Geht es dagegen ins Gelände, sollte man zu einer Actioncam greifen. Schlamm, Kälte und Feuchtigkeit überfordern jedes Smartphone. Bei wechselnden Standorten und Bedingungen ist dagegen der Camcorder im Vorteil – mit ordentlicher Zoomoptik und gutem Bildstabilisator. Beides bieten auch kompakte Fotokameras, doch die punkten letztlich erst als System- oder Spiegelreflexkamera. Dann kann man mit Wechseloptiken arbeiten, was weitere bildgestalterische Möglichkeiten eröffnet.

Die Wechseloptik-Kameras enthalten durchweg einen größeren oder sogar sehr großen Bildsensor, der den „Kino-Look“ mit Unschärfen ermöglicht. So etwas müssen sich Kameras mit kleinem Sensor verkneifen. Neben dem Spiel mit der Schärfe stehen Wechseloptiken für mehr Flexibilität bei der Brennweite. Camcorder mit wechselbarer Optik findet man erst in der teuren Profiklasse, also ab 3000 Euro. DSLR- und Systemkameras dagegen gibt es schon ab rund 400 Euro.

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Einer der günstigsten 4K-Camcorder auf dem Markt ist der Panasonic HC-VX989. Mit rund 700 Euro Straßenpreis kostet er aber doppelt so viel wie die billigsten 4K-Fotokameras.