c't 10/2017
S. 63
Kurztest
Mobil-Lautsprecher

Flachmänner

Die iLoud Micro versprechen trotz ihrer geringen Größe ausgewogenen Sound – speziell zum Musikmischen unterwegs.

Aufmacherbild

Kaum zu glauben, dass die milchtütengroßen Gehäuse bis zum tiefen A1 kommen, aber unsere Messung bestätigt die Herstellerangabe: Der Frequenzgang bleibt zwischen 55 Hz und 20 kHz weitgehend linear. Möglich macht das ein eingebauter DSP, der Resonanzen per EQ ausgleicht und die Phasen der beiden Wandler synchron hält.

Das lineare Klangbild eignet sich sogar zum Mischen von Musikproduktionen. Im Vergleich zu größeren Abhören arbeiten die iLouds zwar Details nicht so sauber heraus, für die Größe ist der Sound aber erstaunlich gut.

Durch die kleine Bauform kann man bereits im Abstand einer Armlänge abhören, sodass Raumreflexionen kaum stören. Allerdings sollte man sie nicht zu weit über Zimmerlautstärke aufdrehen, sonst vibrieren die aktiven Boxen zu stark. Zu empfehlen sind entkoppelte Tischständer oder Mikrofonstative (Gewinde vorhanden), um die Hochtöner auf Ohrhöhe auszurichten.

Leider gibt es nur unsymmetrische Anschlüsse. Wenn man die Ohren spitzt, hört man den Verstärker leise rauschen. Die zusätzliche Bluetooth-Verbindung ist mit einer Latenz von etwa 150 ms für Live-Einspielungen zu langsam. Bei Platzproblemen und zum Mischen unterwegs leisten die iLoud Micro gute Dienste, wenn auch ihr Preis etwas hoch ausfällt. (hag@ct.de)

Tabelle
Tabelle: IK Multimedia iLoud Micro

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