c't 10/2017
S. 38
News
Technische Software

Elektronik-Testprogramm

Mit XJTAG kann man ganze Testsequenzen an komplexen Baugruppen durchführen und die Ergebnisse begutachten.

Für Programmierung, Test und Fehlersuche bei Bauelementen auf komplexen Leiterplatten bietet sich als preiswertes Hilfsmittel die JTAG-Schnittstelle an, über die viele CPUs, FPGAs, CPLDs und Mikrocontroller verfügen. Das dafür angewandte Verfahren ist der Boundary Scan Test, welcher den mittelbaren Zugriff auch auf physikalisch unzugängliche Ein- und Ausgänge der ICs ermöglicht. Viele Halbleiter-Hersteller bieten dazu Softwarelösungen für hauseigene Komponenten an. Testabläufe in komplexen Baugruppen erfordern dagegen häufig Fremdsoftware wie XJTAG. Für Version 3.5 dieses Programms hat der Hersteller das Modul XJRunner komplett überarbeitet, sodass es nun in Testsequenzen verzweigen kann. Außerdem gibt es XJTAG jetzt als durchgängig 64-bittige Anwendung, die den Arbeitsspeicher besser ausnutzt. (Mathias Poets/hps@ct.de)

Modellierung von IoT-Projekten

Die Software AG hat die Programmsuite Aris zur Prozessoptimierung in Version 10 um die Komponente „Aris for IoT“ erweitert. Die Anwendung soll helfen, Abläufe mit smarten Objekten, Sensoren und intelligenten Aktoren zu planen und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Geschäftsprozesse zu analysieren und zu optimieren. Mit Aris abgebildete Prozesse werden automatisch als BPMN-Modelle (Business Process Model and Notation) im Aris Repository gespeichert und lassen sich von dort aus automatisiert abspielen.

Außerdem nutzt Aris 10 das GDPR-Framework der Software AG, um die Datenhaltung im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) zu organisieren. Das Framework enthält Analyse- und Planungswerkzeuge zur Datentransparenz und Folgeabschätzung, Fragebögen für Risikoanalysen sowie Leitlinien und Vorlagen für Audits. (hps@ct.de)

Anlagen-Visualisierung

Zenon 7.60 visualisiert Abläufe einer Produktionsanlage in 3D und unterstützt die Bedienung vor Ort durch schematische Anzeigen.

Mit den Anwendungen der Zenon-Serie von Copa-Data können Anlagenbauer und -führer Abläufe visualisieren, überwachen und automatisieren. Das in Version 7.60 überarbeitete Modul „Process Recorder“ zeichnet individuell definierbare Vorgänge auf und gibt sie etwa für Schulungszwecke als Animationen wieder. Mit dem neu eingeführten 3D-Tool lassen sich 3D-Modelle in die Visualisierung integrieren und mit Detailbildern kombinieren. Laut Hersteller blendet die Software auch Prozessvariablen und Schaltflächen für Funktionsaufrufe ein.

Mit Microsoft Visual Studio lassen sich anwenderspezifische Add-ins für Zenon 7.60 programmieren und einbinden. Etwa für die Kontrolle von Energienetzen hat der Hersteller das Modul „GIS Editor und GIS Control“ bereitgestellt, um Visualisierungen auf einer Landkarte darzustellen. Für diesen Einsatzfall soll die Software bei Störungen anhand von Impedanzmessungen automatisch feststellen, wo der Defekt aufgetreten ist.

Dem Management Studio des Zenon Analyzer 3.10 haben die Entwickler eine neue Bedienoberfläche mit Ribbon spendiert. Mit dieser Anwendung soll man jetzt einfacher als zuvor individuelle Berichte entwerfen können. (hps@ct.de)

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