c't 10/2017
S. 48
News
Spieletipps

Meisterdieb

Card Thief fordert Taktiker mit seinem Mix aus Karten- und Schleichspiel auf nur neun Spielfeldern.
Video: c’t zockt „Card Thief“, „MHRD“, „Euclidean Lands“ und „Diven Ascent“.

Der Dungeon Crawler Card Thief (iOS, 2 Euro) von Tinytouchtales verbindet ein Kartenspiel mit einem Schleichabenteuer. In dem ungewöhnlichen Genremix irrt der Spieler durch ein Schloss, um einen Schatz zu stehlen. Das Spielfeld besteht aus einem 3 × 3 Felder großen Raster, das mit allerlei Gemeinheiten gespickt ist. Aufmerksame Wachen nehmen den Dieb gefangen, Kobolde stehlen seine Beute, Fallen lösen Alarm aus.

Auf den ersten Blick wirkt das Spiel der Berliner Entwickler simpel, offenbart aber erstaunlich viele Möglichkeiten und hat einen hohen Wiederspielwert – ein echter Zeitfresser für unterwegs. (Andreas Müller/hag@ct.de)

Würfelstrategie

Euclidean Lands verfrachtet seine Rundenstrategiekämpfe auf einen Rubik’s Cube.

Im Rundenstrategiespiel Euclidean Lands (iOS, 5 Euro) von Miro Straka erwartet den Spieler ein origineller Schauplatz: Statt auf Hexfeldern kämpft sein Krieger auf einem Würfel. Ähnlich wie der berühmte Rubik’s Cube ist dieser auf mehreren Achsen drehbar. Der Spieler muss dies geschickt ausnutzen, um sich in eine strategisch günstige Position zu bringen, denn Gegner sind nur aus einer bestimmten Richtung zu besiegen. Das gelingt bei einem Feind relativ leicht, wird aber bei einer größeren Schar zur herausfordernden Denksportaufgabe. Insgesamt 40 Level in fünf Kapiteln gilt es zu meistern.

Zusammen mit dem cleveren Würfelprinzip erwartet den Spieler ein kurzweiliger und anspruchsvoller Strategiehappen, der an Hitman Go und Monument Valley erinnert. (Andreas Müller/hag@ct.de)

CPU im Eigenbau

In MHRD gilt es, aus Logikgattern eine CPU zu bauen.

Im Hardware-Design-Spiel MHRD von Funghisoft (Windows, macOS, Linux, 10 Euro) entwirft der Spieler eine CPU. Dazu muss er Schaltkreise aus Logikgattern erstellen und sich von einfachen zu komplexeren Strukturen steigern. Im 80er-Jahre-Stil nutzt der Spieler nur die Tastatur, es gibt keine Musik und nur einen monochromen Bildschirm mit blinkenden Ziffern.

Klingt kompliziert? Ist es auch. Zumindest für Spieler, die sich mit Begriffen wie AND, OR oder NAND nicht auskennen. Für sie ist das Spiel ein sperriger Trip in die Grundkenntnisse der Informatik. Wem jedoch ähnliche Titel wie Shenzhen I/0, TIS-100 oder Space Chem zu einfach sind, der empfindet diese Reise in die Computer-Vergangenheit als nette und kurzweilige Fingerübung. (Andreas Müller/hag@ct.de)

Göttlicher Turmbau

Nur ein Fehler kann beim Turmbau in Divine Ascent eine ganze Partie entscheiden.

Die Regeln des Strategiespiels Divine Ascent (Windows, 5 Euro) von Flying Interactive sind simpel. Auf dem Spielfeld muss man zwei hohe Türme bauen und als Erster mit seinen Figuren deren Spitze erreichen. Der Spieler tritt gegen den Computer an oder kämpft auf 24 Karten gegen bis zu sechs Gegner im LAN. In 30 Solo-Missionen kann man besonders knifflige Aufgaben lösen.

Das Prinzip funktioniert wunderbar als Gesellschaftsspiel: einfach zu lernen, schwer zu meistern. Das Spiel entpuppt sich mit seinen Figurenzügen und Turmbauten als kniffliges Logikpuzzle, das vor allem im Solo-Modus Köpfe rauchen lässt. (Andreas Müller/hag@ct.de)

Kommentieren