c't 10/2017
S. 46
News
Linux

Solus mit neuem Budgie-Desktop

Solus bringt die moderne Desktop-Oberfläche Budgie 10.3 mit. Die Seitenleiste Raven sammelt Benachrichtigungen, die Ausgaben von Panel-Applets und Optionen zur Desktop-Konfiguration.

Das Solus-Projekt hat neue Installationsmedien für seine Rolling-Release-Distribution veröffentlicht. Solus 2017.04.18 richtet den LTS-Kernel 4.9.22 ein, aktualisiert den Gnome-Stack auf 3.24 und bringt die Software auf einen aktuellen Stand. Selbst die erst kürzlich veröffentlichte neue Ausgabe 10.3 des Budgie-Desktops ist bereits enthalten.

Solus ist ein Eigenbau, „from scratch“, also kein Derivat einer der großen Distributionen. Der Budgie-Desktop nutzt zwar den Gnome-Stack und viele Gnome-Anwendungen, wurde aber eigens für die Solus-Distribution entwickelt und ist mittlerweile auch in anderen einsetzbar. In Version 10.3 hat Budgie eine neu implementierte Alt-Tab-Funktion zum schnelleren und zuverlässigeren Wechsel zwischen geöffneten Fenstern erhalten. Das Uhr-Applet im Panel lässt sich leichter anpassen und zeigt auf Wunsch auch Datum und Sekunden an. Die Seitenleiste Raven, die alle Desktop-Einstellungen versammelt, hält seit Neuestem eine Option bereit, die die Fenster-Buttons zum Schließen, Minimieren und Maximieren wahlweise links oder rechts oben platziert.

Das ISO-Image von Solus Budgie 2017.04.18 stellt ein Live-System mit Budgie-Desktop und einem grafischen Installer zur Verfügung. Letzterer setzt voraus, dass die Festplatte bereits fertig partitioniert ist. Weitere Ausgaben der Distribution gibt es mit Mate-Desktop und erstmals auch mit Gnome 3. Für den Mate-Desktop hat das Solus-Team das Brisk Menu entwickelt, das die Anwendungen in Kategorien sortiert, eine Suchfunktion bereithält und häufig genutzte Anwendungen festpinnen kann. Erstmals mit dabei ist der CLR-Bootmanager, der die Wartung und Garbage Collection der Kernel sowie die Konfiguration von Grub2 erleichtern soll. ISO-Images aller drei Ausgaben von Solus 2017.04.18 stehen für 64-Bit-x86-Systeme auf der Projekt-Website zum Download bereit. (lmd@ct.de)

Kubernetes 1.6 verbessert Skalierbarkeit

Aparna Sinha, Produkt-Managerin bei Google, stellt Kubernetes 1.6 auf der CloudNativeCon in Berlin vor.

Im Rahmen der CloudNativeCon in Berlin hat das Kubernetes-Projekt Version 1.6 seiner Container-Orchestrierungs-Software vorgestellt. Die neue Ausgabe enthält ein rollenbasiertes Zugriffskontrollsystem (RBAC). Die noch in der Beta-Phase befindliche Rechteverwaltung wurde von Red Hat umgesetzt und gibt Cluster-Administratoren die Möglichkeit, Zugriffsrechte auf der Basis von Namespaces zu vergeben. Ebenfalls in der Betaphase befindet sich Kubeadm, das beim Aufsetzen sicherer Cluster hilft. (mls@ct.de)

KaOS 2017.04 mit Wayland

Das KaOS-Projekt hat mit KaOS 2017.04 ein neues Installationsmedium für seine Rolling-Release-Distribution veröffentlicht. Ein verbesserter Installer unterstützt jetzt auch GPT-Partitionstabellen auf Legacy-BIOS-Systemen. Außer der X-basierten Variante gibt es nun auch eine Ausgabe mit Wayland. Wie von KaOS gewohnt, ist der Plasma-Desktop mit Version 5.9.4 ebenso auf dem allerneuesten Stand wie die mitgelieferten KDE-Anwendungen in der Version 17.04RC. Außerdem sind einige bislang unveröffentlichte Qt5-Ports der KDE Applications dabei. Der Calamares-Installer 3.1 richtet das System mit dem Kernel 4.10.9, Xorg-Server 1.19.3 und Mesa 17.0.3 ein. (lmd@ct.de)

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