c't 11/2017
S. 80
Hintergrund
Bildbearbeitung mit Künstlicher Intelligenz
Aufmacherbild

Foto-Synthese

Die neuronale Bildbearbeitung der Zukunft

Neuronale Netze machen Bildbearbeitung intuitiv. Sie lernen fotorealistische Bilder zu produzieren und lassen sich mit simplen, auch von Laien bedienbaren Werkzeugen zu weitreichenden Manipulationen anstiften.

Künstliche Intelligenz ist in den Alltag der Menschen eingezogen: ob als unermüdliche Assistentin namens Alexa oder als Foto-Suchmaschine mit Bildverständnis. Die meisten dieser Systeme können die Welt bislang nur beschreiben und interpretieren, nicht aber gestalten. Doch das ändert sich gerade grundlegend: Insbesondere auf dem Gebiet der Foto-Bearbeitung haben die Wissenschaftler in den vergangenen Monaten bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Einige stehen kurz vor der Einführung, andere dürften erst in ein paar Jahren marktreif sein.

Die jüngste Demo von Adobe etwa zeigt die App Photoshop Touch als automatischen Porträt-Optimierer, der ein Smartphone-Bild so entzerrt, dass ein leichter Tele-Effekt entsteht, das Konterfei freistellt, den Hintergrund weichzeichnet und schließlich den Look eines professionell optimierten Fotos auf die Aufnahme überträgt. Die Technik dahinter kommt frisch aus dem KI-Labor und dürfte sich bald in einer finalen Version der App oder auf dem Desktop materialisieren.

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Ergänzungen & Berichtigungen

Photoshop Fix statt Touch

In Adobes Demo-Video (Sneak Peek) zur Porträt-Optimierung ist die App Photoshop Fix zu sehen. Im Artikel wird sie fälschlicherweise als Photoshop Touch bezeichnet.

Weitere Bilder

Foto-Synthese (1 Bilder)

Adobes generatives Gegenspieler-Netzwerk (GAN) fertigt Landschaftsbilder aus groben Skizzen.