c't 11/2017
S. 47
News
Apple

Preiserhöhung für iPhone- und Mac-Apps

Neue Preisstufen in der Euro-Zone: Apple hat die Preise für iOS- und macOS-Anwendungen aufgrund von Wechselkursanpassungen erhöht.

Im App Store gelten seit Anfang Mai aufgrund von Wechselkursanpassungen neue Preisstufen. Die neuen Preisstufen gelten für Länder mit der Euro-Währung sowie Dänemark und Mexiko. Sofern die App-Anbieter nicht eingreifen, erhöhen sich die Preise für Downloads und In-App-Käufe um mindestens 10 Prozent: Die klassische 99-Cent-App kostet daher nun 1,09 Euro. Bei teureren Apps kann der Aufschlag prozentual höher ausfallen: Beispielsweise kostet die Pocket Edition von Minecraft nun 8 Euro. Zuvor waren 7 Euro zu zahlen. Für die Preisstufen von 0,99 Euro bis 5,99 Euro können Entwickler mit Apples „Alternate Tiers“ weiterhin Preise festlegen, bei denen eine 0 vor dem Komma steht. Deshalb kostet das populäre Spiel Plague Inc. weiterhin 0,99 Euro anstatt 1,09 Euro. Hinzugekommen ist eine besonders niedrige Preisstufe von 0,49 Euro, die etwa das Spielestudio Square Enix derzeit für Hitman Sniper veranschlagt.

Manche Entwickler haben Apples Wechselkursanpassung für eigene Preiserhöhungen genutzt: Beispielsweise kostet das Spiel Bloons TD 5 jetzt 3,99 Euro. Zuvor war es für 2,99 Euro zu haben. Gemäß Apples automatischer Anpassung wäre der Preis aber nur auf 3,49 Euro geklettert.

Die Preiserhöhung gilt nicht nur für iPhone- und iPad-Apps, sondern auch im Mac App Store: Apples Final Cut Pro X kostet inzwischen 330 Euro und damit 30 Euro mehr. Entwickler erhalten 70 Prozent des Nettoverkaufspreises. Apple führt die lokale Umsatzsteuer ab und behält 30 Prozent ein. Für den Verkauf einer 1,09-Euro-App im deutschen App Store erhält der Anbieter 64 Cent. (dz@ct.de)

Investitionen für US-Fabrikjobs

Apple will vermehrt in den USA produzieren lassen. Das kündigte Konzernchef Tim Cook bei einem Fernseh-Auftritt an. Ein mit einer Milliarde US-Dollar gefüllter Fonds solle „fortschrittliche Produktionsarbeitsplätze“ in den Vereinigten Staaten fördern. Noch im Mai würden die ersten Empfänger von Zahlungen genannt, sagte Cook und kündigte weitere Initiativen an.

Einzelheiten sind aber noch unklar. Aktuell produziert das Unternehmen vor allem in China. Der Profi-Rechner Mac Pro wird zwar im Süden der USA zusammengebaut, jedoch nicht von Apple, sondern von einem Auftragsfertiger. Cook scheint mit der Initiative auf die Politik der Trump-Regierung zu reagieren, die versucht, mehr Fabrikjobs in die USA zu holen. Apple hat laut eigenen Angaben in den USA mittlerweile direkt oder indirekt zwei Millionen Jobs geschaffen, zählt aber auch sein App-Ökosystem dazu. (dz@ct.de)

Reparatur für Apple-Watch-Akkus

Akku-Problem bei der Apple Watch der ersten Generation: Apple hat ein Reparaturprogramm aufgelegt.

Apple hat ein Reparaturprogramm für die erste Generation der Apple Watch aufgelegt. Das geht aus einem Memo an zugelassene Reparaturbetriebe hervor. Bei manchen Exemplaren kann der Akku anschwellen und dabei sogar das Display aus dem Gehäuse hebeln.

Betroffene Geräte tauscht Apple laut dem Memo bis zu drei Jahre nach dem Kauf kostenlos. Damit verlängert sich Apples Garantiezeit in diesem Fall auf drei Jahre. Die erste Generation der Apple Watch kam im April 2015 auf den Markt. (dz@ct.de)

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