c't 11/2017
S. 24
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Günstige WLAN-Basis für Firmen

Der D-Link DAP-2610 lässt sich an Wand oder Decke montieren und bedient WLAN-Clients auf 2,4 und 5 GHz gleichzeitig.

D-Link bringt mit dem DAP-2610 seinen ersten Wave-2-Access-Point heraus, der Multi-User-MIMO beherrscht, also Daten an mehrere kompatible Clients tatsächlich gleichzeitig senden kann. Das Gerät arbeitet parallel auf 2,4 und 5 GHz mit je 2 MIMO-Streams; es liefert so normkonform maximal 300 beziehungsweise 867 MBit/s.

Zur Konfiguration und Überwachung kann man den Browser, Telnet/SSH und SNMP (v1/2c/3) nehmen. Außerdem lässt sich das Gerät über die Windows-Software Central WiFi Manager verwalten, die wahlweise lokal oder in einer VM laufen kann. WLAN-Nutzer authentifiziert der AP über ein Captive Portal mit LDAP, E-Mail (POP3) und Passcodes oder per Radius/IEEE 802.1x; ein Server für Letzteres ist integriert.

Der DAP-2610 spannt bis zu 8 logische WLAN-Zellen pro Band (Multi-SSID) auf, inklusive der in Firmen üblichen Segmentierung per VLANs. Laut Datenblatt soll das Gerät in der Einstellung „EU“ das komplette 5-GHz-Band nutzen. Die Energieversorgung geschieht optional per Power-over-Ethernet nach IEEE 802.3af. Der DAP-2610 kostet rund 120 Euro. (ea@ct.de)

AP-Modus für WLAN-Verteiler Velop

Mit der Firmware-Version 180735 lernt der WLAN-Verteiler Linksys Velop den Betrieb als Access Point.

Beim Test des WLAN-Verteilersystems Linksys Velop in c’t 7/17 bemängelten wir das Fehlen eines Access-Point-Modus. Der erste angeschlossene Velop-Node arbeitete stets als Router, was unter anderem Nutzern von Provider-gestellten Zwangsroutern eine geänderte Netzwerktopologie aufnötigte (Double-NAT). Das hat sich mit dem jüngsten Firmware-Update von Anfang Mai erledigt: Ab Version 180735 steht ein AP-Mode zur Verfügung. Er bringt auch ein vom restlichen Netzwerk getrenntes Gast-WLAN mit, das alle Nodes weiterverbreiten.

Ferner hat Linksys die Smartphone-App zum Steuern von Velop um einen Planer für die Kinderschutzfunktionen (Internet-Zeitbegrenzung, Webseitenfilter) ergänzt und dem System eine Alexa-Anbindung spendiert. Mit Letzterer soll man beispielsweise das Velop-Gast-WLAN per Sprachbefehl einschalten können. (ea@ct.de)

NAS-Neuigkeiten

Asustor hat seine 6000er-NAS-Baureihe aufgefrischt: Das 2-Bay-Modell AS6302T setzt auf einen Celeron-Prozessor (J3355, Dual-Core mit 2 GHz, 2 GByte RAM). Die 4-Bay-Variante AS6404T hat einen Quad-Core (J3455, 1,5 GHz, 8 GByte RAM). Außerdem gibt es nun die Mediacenter-App Kodi 17 als Beta-Version für die Asustor-Serien 31/32, 50/51, 61/62 und 7.

QNAP spendierte seiner TS-x53B-Reihe mit 2, 4 oder 6 Plattenschächten einen PCIe-Steckplatz. Dort kann man eine der neuen QM2-Erweiterungskarten nachrüsten. Diese enthalten zwei M.2-SSD-Steckplätze mit SATA- oder PCIe-Schnittstelle für SSD-Caching. Optional steckt darauf eine NBase-T-Schnittstelle für schnellere LAN-Verbindungen (2,5, 5 und 10 GBit/s, siehe auch Seite 68).

Synology kündigt seine zweite FlashStation an: Das Unternehmens-NAS fasst bis zu 24 SATA/SAS-SSDs, die im Verein mit einem Intel-Xeon-Prozessor D-1541 (8 Kerne, 2,1 GHz) und 16 GByte RAM (DDR4 ECC RDIMM) mindestens 90.000 Transaktionen pro Sekunde leisten sollen (4K Random Write IOPS). Damit ist das Modell FS2017 für Datenbankbetrieb prädestiniert. Der Hauptspeicher lässt sich auf 128 GByte ausbauen, über verschiedene Erweiterungsgehäuse kann man maximal 48 weitere SSDs anschließen.

Thecus setzt mit den neu eingeführten LightningPRO-NAS-Systemen nun auch auf ausschließlich mit SSDs bestückte Netzwerkspeicher. Das Modell SE300 fasst 8 NVMe-SSDs, die Variante SC180 zehn SATA-SSDs. Der Hersteller nannte bei Redaktionsschluss zwar noch keine Details zum Prozessor und der RAM-Ausstattung, versprach aber 360.000 beziehungsweise 700.000 Transaktionen pro Sekunde (4K Random Write IOPS). (ea@ct.de)

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