c't 12/2017
S. 142
Praxis
Monitor-Kalibrierung

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Das Arbeiten mit Farbprofilen unter Windows

Irgendwie bunt, das reicht oft nicht. Je größer der Farbraum eines Monitors ausfällt, desto wichtiger ist es, zumindest ein paar Grundlagen der Arbeit mit Farbprofilen zu kennen. Das gilt vor allem für den Umgang mit Fotos in der Bildbearbeitung und im Browser.

Wenn ein PC aus einem Digitalfoto den Farbwert 255/0/0 unverändert an den Monitor ausgibt, zeigt dieser sein stärkstes Rot, und das ist mal schön kräftig, mal bräunlich-orange. Erst die Farbprofile versetzen einen PC in die Lage, definierte Farben auszugeben.

Er benötigt dazu zwei Profile: Eines muss dem Foto zugeordnet sein und beschreibt, in welchem Farbraum der PC die Farben des Fotos zu interpretieren hat. In den üblichen Dateiformaten wie JPG oder PNG ist dafür ein Feld vorgesehen. Das zweite Farbprofil gehört zum Monitor und beschreibt, welchen Farbraum er darstellen kann. Dieses Profil muss der PC-Nutzer richtig einrichten, denn sonst hat der PC keine Chance, die Farben korrekt darzustellen. Farbstarke Monitore ohne Profil zeigen zu knallige Farben, Personen bekommen Sonnenbrand, Landschaften scheinen aus Comics zu stammen.

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Hat man ein separates oder in den Monitor integriertes Colorimeter, trägt dessen Software die erzeugten Monitorprofile an der richtigen Stelle ein.