c't 12/2017
S. 42
News
Hardware

30-Watt-Grafikkarte GeForce GT 1030

Seit Mitte Mai ist Nvidias günstigste Einsteiger-Grafikkarte GeForce GT 1030 mit Pascal-Grafikchip von verschiedenen Herstellern erhältlich. Die ab 80 Euro teure Karte soll 4K-Videos im HEVC-Format ruckelfrei abspielen und 4K-Computermonitore und UHD-Fernseher mit 60 Hz ansteuern können. Die meisten GT-1030-Modelle bieten nur HDMI-2.0- und DVI-Ausgänge – es gibt aber auch welche mit DisplayPort 1.4, beispielsweise von MSI.

Von der GeForce GT 1030 gibt es auch lüfterlose Kompaktvarianten, etwa die MSI GeForce GT 1030 2GH LP OC.

Zum Spielen ist die GeForce GT 1030 nicht geeignet, wohl aber zum Fitmachen älterer Rechner für Windows 10. Sie unterstützt die wichtigsten Schnittstellen, etwa DirectX 12 (Direct3D 12_1), OpenGL 4.5, Vulkan und CUDA 8, bei OpenCL hinkt Nvidia jedoch der AMD-Konkurrenz hinterher (nur 1.2 statt 2.0).

Der GP108-Grafikchip enthält 384 Shader-Rechenkerne, die mit mindestens 1227 MHz laufen. Dazu kommen 2 GByte GDDR5-Speicher, der allerdings nur mit 64 Datenleitungen angebunden ist. Das begrenzt die Transferrate auf 48 GByte/s. Die Leistungsaufnahme liegt bei 30 Watt, sodass die GT 1030 ihren Strombedarf allein aus dem PCIe-Slot decken kann. Die geringe Leistungsaufnahme erlaubt es Herstellern, auch Modelle mit halber Bauhöhe und ohne Lüfter zu fertigen. (mfi@ct.de)

Firmware-Updates für Mainboards mit ME-Bug

Am 1. Mai meldete Intel eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der Firmware der Management Engine (ME), die auf vielen Desktop-PCs, Notebooks, Servern, Embedded Systems und Mainboards mit Intel-Prozessoren läuft. Wie in c’t 11/17 auf Seite 44 berichtet, sind vor allem Geräte mit Q- und B-Chipsätzen seit dem Jahr 2010 betroffen, die Fernwartungsfunktionen besitzen. Sofortiger Handlungsbedarf besteht, wenn diese Geräte per LAN oder WLAN aus dem Internet zu erreichen sind und „Active Management“ (AMT) freigeschaltet wurde.

Die Firmen Acer, Dell, Fujitsu, HP, Intel, Lenovo und Thomas-Krenn stellen Info-Webseiten bereit, die Sie über den Link ct.de/yc9u finden. Sie führen auch zu den Patches für betroffene Systeme; einige stehen schon bereit.

Manche Firmen versprechen Patches erst im Juni oder gar Juli. Mehrere Mainboard-Hersteller, darunter Asrock, Asus, Gigabyte und MSI, blieben Antworten auf unsere Anfragen bisher schuldig. (ciw@ct.de)

USB-3.1-Controller mit mehr Durchsatz

Der Mainboard-Hersteller MSI setzt auf einem LGA1151-Board mit Z270-Chipsatz erstmals den verbesserten USB-3.1-Controller ASMedia ASM3142 ein. Er soll noch etwas mehr Daten übertragen als sein Vorgänger ASM2142 und arbeitet angeblich sparsamer, kommuniziert aber wie dieser über zwei PCIe-3.0-Lanes (PCIe 3.0 x2). Damit kann er zwei SuperSpeedPlus-Geräten gleichzeitig je knapp 1 GByte/s entlocken oder einem einzigen noch etwas mehr. Mittels USB-Boost-Software soll jedes USB-Gerät zudem um rund 5 Prozent beschleunigt werden.

ASM3142 und ASM2142 sind damit deutlich leistungsfähiger als der ältere ASM1142, der PCIe 3.0 x1 oder PCIe 2.0 x2 nutzt und nicht über 900 MByte/s hinauskommt. PCIe-Karten mit ASM3142 sind noch nicht in Sicht, Startech offeriert immerhin schon eine mit ASM2142 für knapp 50 Euro (PEXUSB312A2). Den ASM3142 wil MSI in Zukunft auf weiteren High-End-Mainboards einsetzen. (ciw@ct.de)

AMD Ryzen Threadripper gegen Intel Core i9

Auf der Computex will AMD den neuen Prozessor „Ryzen Threadripper“ mit bis zu 16 Kernen für High-End-Desktop-PCs vorstellen. Anders als Ryzen 7 (8 Kerne) und Ryzen 5 wird er nicht auf AM4-Mainboards laufen, sondern eine neue „Plattform“ benötigen, sprich: neue Mainboards mit mehr RAM-Kanälen. Nach Spekulationen geht es um Boards mit der Fassung SP3r2, vier DDR4-Speicherkanälen, dem Chipsatz X390 und 44 PCIe-3.0-Lanes. Preise und Liefertermine sind noch unbekannt.

Der Ryzen „Threadripper“ von AMD kommt möglicherweise als Ryzen 9 mit 16 Kernen auf den Markt.

Ebenfalls zur Computex erwartet man mehr Informationen von Intel zu Skylake-X und Kaby Lake-X auf ebenfalls neuen Mainboards mit der Fassung LGA2066. Laut Gerüchten soll Skylake-X in vier Varianten als Core i9-7920X, 7900X, 7820X und 7800X mit acht bis 12 Kernen kommen. Kaby Lake-X passt als Core i7-7740K und i5-7640K ebenfalls auf LGA2066-Boards mit X299-Chipsatz, kann aber nur zwei statt vier RAM-Kanäle und 16 statt 44 PCIe-Lanes ansteuern. Die Computex beginnt am 30. Mai in Taipei. (ciw@ct.de)

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