c't 12/2017
S. 32
News
GPU Technology Conference 2017
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Bild: Martin Fischer

Die nächste Generation

Nvidia enthüllt die Next-Gen-GPU Volta

Die kommende GPU-Architektur Volta ist mehr als nur ein heißer Aufguss des Pascal-Vorgängers. So schafft ein einziger Chip bis zu 120 TFlops – wenn auch nur bei ganz bestimmten Anwendungen. AMD kann da nur schwer mithalten, doch ein wirklich mächtiger Konkurrent steht in den Startlöchern.

Einmal im Jahr hat Nvidia-Chef Jensen Huang im Silicon Valley seinen großen Auftritt – nämlich zur von Nvidia ausgerichteten GPU Technology Conference. Die einst kleine Hausmesse hat sich innerhalb der letzten neun Jahre zur wichtigsten GPU-Entwicklerkonferenz gemausert und Ableger in zahlreichen Ländern gebildet, 2017 etwa in China, Deutschland, Israel und Japan. Das Konferenzzentrum in San Jose platzte in diesem Jahr mit über 7000 Besuchern aus allen Nähten, sodass man nächstes Jahr womöglich ins wesentlich größere Moscone Center im 90 km entfernten San Francisco zieht – also dorthin, wo Intel einst sein mittlerweile eingestelltes Developer Forum abhielt.

Die Erwartungen der Entwickler und Forscher waren in diesem Jahr besonders groß, schließlich boomt der vor allem von GPUs getriebene Bereich der Künstlichen Intelligenz beziehungsweise des Deep Learning. Und so war es kein Wunder, dass Nvidias kommende GPU auf just jene Anwendungsbereiche optimiert sein würde. Die Ankündigung der Volta-GPU „GV100“ überraschte aber doch so einige, denn sie ist mehr als nur ein lauer Aufguss der bisherigen Pascal-Chips. In Volta stecken neben den altbekannten Shader-Rechenkernen weitere Kerne, die es in der Form bisher noch in keiner GPU gab – sogenannte Tensor Cores. Sie sind speziell aufs Training und Inferencing von neuronalen Netzwerken zugeschnitten und dabei wesentlich leistungsfähiger als die normalen Shader. Jeder Tensor-Kern führt 64 FP-FMA-Mixed-Precision-Berechnungen (FP16 Input, FP32 Output) pro Takt durch – eine Steigerung um Faktor 8 pro Shader-Multiprozessor im Vergleich zur Pascal-GPU GP100.

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Größte Konkurrenz für Volta: Googles Cloud TPU mit einer Rechenleistung von 180 TFlops. Sie ist jedoch nicht separat erhältlich, sondern nur übers Netz mietbar.