c't 14/2017
S. 166
Praxis
Windows-Tastenkürzel
Aufmacherbild
Bild: Rudolf A. Blaha

Ta(s)tendrang

Mit Windows-Tastenkürzeln schneller ans Ziel

„Wie hast du das denn jetzt wieder gemacht?“, lautet eine häufig gehörte Frage, wenn ein Windows-Gelegenheitsnutzer einem Power-User über die Schulter schaut und Fenster scheinbar magisch erscheinen, verschwinden oder sich bewegen, ohne dass der Mauszeiger auch nur zuckt. Dahinter stecken gar nicht so schwer zu erlernende Tastenkombinationen – die wichtigsten haben wir für Sie zusammengestellt.

Das Praktische an einer grafischen Bedienoberfläche, wie sie Windows mitbringt, ist, dass sie sich sehr schnell erlernen lässt: Symbole und kurze Texte zeigen an, wohin man den Mauszeiger bewegen muss, um mit einem oder zwei Klicks Aktionen auszulösen. Wer noch dazu gelernt hat, dass die rechte Maustaste in der Regel ein Kontextmenü mit weiteren Befehlen oder Optionen zum Vorschein bringt, der kann praktisch alle Funktionen erreichen, die das Betriebssystem zur Verfügung stellt. Nicht viel höher ist der Lernaufwand für die meisten Apps und Programme.

Besonders effizient ist man mit dieser Grundausstattung an Interaktionen aber noch nicht unterwegs: Um eine bestimmte Schaltfläche mit dem Mauszeiger zu erreichen, sind häufig weite Wege zurückzulegen; etliche Befehle verbergen sich in Unter-Unter-Menüs, die erst mit mehreren Klicks geöffnet werden wollen. Die Windows-Macher haben deshalb schon seit jeher vorgesehen, dass sowohl das Betriebssystem als auch Anwendungen ihren Befehlen Tastatureingaben zuordnen können: Kombinationen aus zwei oder mehr Tastendrücken, die ein Kommando ohne weitere Umwege direkt auslösen.

Der Haupt-Nachteil dieser Art der Steuerung liegt darin, dass sie eigentlich sogar noch umständlicher und langsamer als der Mausbetrieb ist, solange man die zuständigen Tastenkombinationen erst nachlesen muss – auf dem Bildschirm sind sie ja nicht direkt zu sehen. Tastaturkürzel sind also in erster Linie für Vielnutzer gedacht; erst eine gewisse Routine macht sie zum mächtigen Werkzeug.

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Die Werkzeuge im Windows-Ink-Arbeitsbereich sind vor allem für Stift-Benutzer interessant, lassen sich aber größtenteils auch mit Maus und Tastatur verwenden.