c't 14/2017
S. 74
Report
Schul-Clouds
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Bild: Rudolf A. Blaha

Neuland Schul-Clouds

Das zähe Ringen ums Lernen in der Cloud

Im Schuljahr 2017/18 startet das Land Nordrhein-Westfalen eine Schul-Cloud mit Speicherplatz und E-Mail für Schüler und Lehrer. An dem Projekt gibt es Kritik von Datenschützern. Zudem zeigt das Beispiel „Schul-Cloud“ anschaulich, wo es bei der Förderung von IT-Kompetenz an der Schule hakt.

Schüler sollen auf einen „fachkundigen, verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit Medien in der digitalen Welt“ vorbereitet werden – so lautet eines der hehren Ziele des Digitalpakt Schule (siehe den vorangegangenen Artikel). Eine zentrale Forderung: „leistungsfähige digitale Bildungsumgebungen“, die „eine datenschutzkonforme und rechtssichere digitale Zusammenarbeit“ ermöglichen.

Das ist überfällig. Mitarbeiter in Unternehmen teilen Dateien längst per Dropbox, verfassen Geschäftsbriefe mit Google Docs und arbeiten auch sonst täglich in der Cloud. Lehrer müssen Unterrichtsmaterialien dagegen oft noch auf Papier kopieren und aushändigen beziehungsweise über den privaten Mail-Account oder per WhatsApp verteilen. Leistungsfähig und datenschutzkonform ist das ebenso wenig wie es die Schüler auf den fachkundigen Umgang mit digitalen Medien vorbereitet.

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So wie in diesem Entwurf könnte das Dashboard der Bundes-Cloud aussehen.