c't 14/2017
S. 88
Kaufberatung
Smartphones im Langzeit-Check
Aufmacherbild

Ewiger Silberknochen

Nokia 6310i

Die klassischen Handys haben den Kampf gegen die Smartphones vor langer Zeit verloren. In einigen Punkten sind sie aber weiterhin ungeschlagen.

Zum Kasten: Nokia 6310i

Mit dem 6310i begehrte Nokia 2002 gegen die in Handys eingebaute Obsoleszenz auf. In der Pre-iPhone-Ära zählten vor allem guter Empfang für Telefongespräche, stabiles Gehäuse, einfache Bedienung – und lange Akkulaufzeit. Die zu spät Geborenen mögen es kaum glauben, aber damals wurden Handys gebaut, die nur alle zwei Wochen an die Steckdose mussten. Sie brauchten keine Schutzhüllen und selbst im strahlenden Sonnenschein konnte man das Display problemlos ablesen. Man musste keinen Virus fürchten und vermisste keine Updates.

Das 6310i begleitete mich lange – sehr lange. Denn die hohen Preise für Smartphones und deren kurze Laufzeiten schreckten mich stets vom Umstieg ab. Fürs Internet unterwegs nutzte ich schließlich ein iPad mit SIM-Karte. Zwar musste ich um 2010 herum den Akku des 6310i austauschen (14,85 Euro), und so um 2013 herum fingen die Tasten an zu klemmen, sonst hielt der Silberknochen mir aber die Treue. Bis es mir ein Langfinger im vorigen Jahr in der Straßenbahn stibitzte; immerhin erzielen gebrauchte Modelle noch heute auf eBay Preise von über 50 Euro.

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