c't 14/2017
S. 41
News
Embedded Systems

ARM Cortex-A75 und -A55 mit DynamIQ

Der ARM Cortex-A75 bringt Erweiterungen nach ARMv8.2-A. Bild: ARM

Die SoftBank-Tochterfirma ARM hat die ARMv8-A-Kerne Cortex-A75 und Cortex-A55 vorgestellt. Sie lassen sich in Systems-on-Chip (SoCs) zu „DynamIQ“-Clustern aus leistungsstarken A75- und sparsamen A55-Cores koppeln. DynamIQ heißt der erweiterte Nachfolger der big.LITTLE-Technik, die hohe Performance und lange Akkulaufzeit unter einen Hut bringen soll.

ARM erwähnte bei der Vorstellung auch das Trend-Thema Künstliche Intelligenz (KI/AI). Dafür bringt der Cortex-A75 ARMv8.2-A-Eweiterungen mit, etwa Gleitkommaberechnungen mit halber Genauigkeit (FP16) sowie INT8-Befehle. Doch vor allem soll er pro Taktschritt um 22 Prozent (Integer) beziehungsweise 33 Prozent (FP) leistungsfähiger sein als ein Cortex-A73. Im Browser-Benchmark Google Octane verspricht ARM sogar ein Plus von 48 Prozent.

Auch der Cortex-A55 beherrscht ARMv8.2-A, er soll um 15 bis 40 Prozent schneller sein als sein Vorgänger A53. Vermutlich werden auch SoCs erscheinen, die ausschließlich Cortex-A55-Kerne enthalten, wie beim Cortex-A53 – er steckt etwa im BCM2837 des Raspi 3. (ciw@ct.de)

15-Euro-Programmieradapter

Zum Programmieren und Debuggen von Mikrocontrollern braucht man JTAG-Adapter, die recht teuer werden können. Schülern und Studenten verkauft Segger deshalb jetzt für 15 Euro den J-Link EDU mini, der mit allen Cortex-M-Chips harmoniert. Dazu steht ein Anschluss für Serial Wire Debug (SWD) bereit. PC-seitig ist USB 2.0 FullSpeed vorgesehen, was für Downloads mit bis zu 200 KByte/s reicht.

Mit Seggers J-Link EDU Mini programmieren Studenten Cortex-M-Mikrocontroller.

Der Adapter darf zwar nicht für gewerbliche Zwecke benutzt werden. Doch Segger erlaubt mit dem J-Link EDU mini die Nutzung der IDE Embedded Studio, des Debuggers Ozone, des GDB Servers für den GNU Project Debugger (GDB), des Echtzeit-Recorders SystemView und des Analyzers J-Scope. Der J-Link EDU mini lässt sich unter Windows, Linux und OS X nutzen. Support gibt es nur über ein Forum bei Segger. (ciw@ct.de)

RISC-V-Arduino

Auf dem HiFive1 sitzt der RISC-V-Chip SiFive Freedom FE310.

Das 60-Euro-Entwicklerboard HiFive1 ist mechanisch und elektrisch weitgehend kompatibel zum Arduino Uno, aber mit dem RISC-V-Mikrocontroller Freedom Everywhere FE310 von SiFive bestückt. Der Chip enthält einen Kern mit der offenen 32-Bit-Mikroarchitektur RV32IMAC, der mit 320 MHz läuft. Microsemi stellt passend dazu die Eclipse-Entwicklungsumgebung SoftConsole v5.1 für Windows und Linux kostenfrei zur Verfügung. (ciw@ct.de)

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