c't 14/2017
S. 34
News
Anwendungen

Vergleichsmodus für Raw-Entwickler

ON1 Photo Raw 2017.5 hat eine Vergleichsansicht erhalten, in der man Ausschnitte simultan verschiebt.

ON1 hat sein Software-Paket für Raw-Entwicklung und Foto-Effekte Photo RAW in Version 2017.5 veröffentlicht. Es enthält unter anderem Module zur Fotobearbeitung, Porträtretusche, für Schwarzweißumsetzung und Filmsimulation. Das Programm korrigiert nun Objektivfehler wie Linsenverzerrung und Farbsäume automatisch anhand von Profilen. Im Vergleichsmodus kann man mehrere Fotos einer Serie nebeneinander betrachten und im selben Zoom-Modus simultan verschieben.

Eine Detail-Palette fasst nach dem Modell anderer Raw-Entwickler die Reduktion von Bildrauschen und das Schärfen zusammen. Der Klonstempel aus dem Layers-Modul steht nun auch in den Arbeitsbereichen Entwickeln und Effekte zur Verfügung. Ein Importfilter überträgt Lightroom-Bibliotheken nach ON1 Photo RAW. Der Entwickler unterstützt eine Reihe neuer Kameramodelle von Canon, Fujifilm, Panasonic, Sony, Olympus und Pentax sowie die Kamera des Apple iPad Pro.

Das Software-Paket steht für Windows und macOS zur Verfügung. Es kostet regulär 120 US-Dollar und zur Einführung derzeit 100 US-Dollar. (akr@ct.de)

Bilddatenbank im Netz

Die Mediendatenbank IMatch hat ein verbessertes Kategoriensystem und erweiterte Videounterstützung erhalten. Außerdem können Nutzer sie nun über LAN oder Internet nutzen. Im Januar hatte Autor Mario Westphal das Add-on IMatch Anywhere vorgestellt, mit dem man im Netzwerk auf seine Mediendatenbank zugreifen kann. Dieses Add-on ist nun fester Bestandteil der Windows-Anwendung. Mit der Integration der IMatch WebServices wird auch die Scripting-Unterstützung in BASIC obsolet. Skripte lassen sich jetzt in JavaScript und HTML entwickeln. Der integrierte Browser setzt nun auf Chromium statt auf Internet-Explorer-Web-Komponenten. IMatch 2017 erstellt animierte Vorschaubilder von Videodateien aktueller Formate und importiert Video-Metadaten. Das Kategoriensystem soll um 80 Prozent weniger Arbeitsspeicher belegen. Das Programm kostet 110 US-Dollar. (akr@ct.de)

Bildstile für Capture One

Phase One bietet fünf verschiedene Styles-Pakete mit Bild-Looks für den Raw-Entwickler Capture One Pro an.

Phase One hat Pakete mit Bildstilen für den Raw-Entwickler Capture One Pro 10.1 veröffentlicht. Sie sollen den Bild-Look einer Aufnahme verändern, ohne Einfluss auf die Einstellungen zu Belichtung, Weißabgleich und Kontrast zu nehmen. Die Einstellungen setzen ein Bild wahlweise farblich oder schwarzweiß um. Jedes sogenannte Styles-Paket enthält 15 bis 18 unterschiedliche Bildstile. Zur Verfügung stehen die Pakete Cinematic, B&W, Matte, Seasonal und Essentials. Letzteres gibt einen Überblick über das Angebot: Es setzt sich aus ausgewählten Stilen der anderen Pakete zusammen.

Jedes einzelne Paket kostet 69 Euro. Ein Basispaket mit fünf ausgewählten Bild-Looks ist als kostenlose Testversion erhältlich. Capture One Pro läuft unter macOS und Windows. (akr@ct.de)

Zoner Photo Studio bringt Videoschnitt

Ein Update für Zoner Photo Studio X erleichtert Bildvergleich und simultane Fotobearbeitung. So kann man nun bis zu neun Fotos gleichzeitig betrachten, bewerten und mit Farbetiketten versehen. Im Entwickeln-Modul lassen sich mehrere Fotos gleichzeitig bearbeiten und mit Effekten versehen. Die Klarheit-Funktion soll mehr Struktur, Schärfe und Dynamik ins Bild bringen als zuvor.

In der Vergleichsansicht von Zoner Photo Studio X lassen sich mehrere Bilder simultan bewerten und bearbeiten.

Das Manager-Modul wurde um einfache Videoschnittfunktionen ergänzt. Der Erstellen-Arbeitsbereich soll übersichtlicher als bisher gestaltet sein. Neben Fotoleinwänden, -kalendern und -büchern lassen sich aus dem Programm jetzt auch Abzüge bestellen. Nutzer sozialer Medien können Fotos nun zu einem vorbestimmten Zeitpunkt unter anderem auf Facebook, Twitter, Pinterest, Tumblr, Flickr und Instagram veröffentlichen.

Das Programm läuft unter Windows. Es ist ausschließlich im Abo erhältlich; den Preis hat Zoner kürzlich von 72 Euro auf 39 Euro im Jahr gesenkt. (akr@ct.de)

eM Client enthält PGP

Das Mail-Programm eM Client 7.1 hat die PGP-Verschlüsselung nun fest integriert. Eine neue Bedienoberfläche erleichtert den Import von Zertifikaten und Schlüsseln. Das Live-Backup sichert alle Daten automatisch im Hintergrund. Der Client enthält außerdem einfache Formatierungsoptionen für eingebettete Bilder, eine verbesserte Druckvorschau und zusätzliche Schaltflächen für die Werkzeugleiste. Die kostenlose Home-Edition verwaltet maximal zwei Mail-Konten. Diese Einschränkung fehlt bei der Pro-Variante für kommerziellen Einsatz. Sie kostet für Einzelnutzer knapp 40 Euro. Das Programm steht ausschließlich für Windows zur Verfügung. (dbe@ct.de)

Affinity Photo für iPad

Affinity Photo für iPad ist weitgehend funktionsgleich mit der Desktop-Version.

Serif hat seine Bildbearbeitung für Windows und macOS nun auch als iPad-Version veröffentlicht. Die App unterstützt Multitouch, den Apple Pencil, Hardware-Beschleunigung und iCloud-Anbindung. Sie verwendet dasselbe Dateiformat wie die Desktop-Version, sodass Nutzer nahtlos vom Mobilgerät zum PC oder Mac wechseln und dort weiterarbeiten können.

Der Funktionsumfang orientiert sich eng an der Desktop-Version. Die App bearbeitet Fotos in einer Farbtiefe von bis zu 32 Bit pro Kanal, unterstützt ICC-Farbmanagement und die Farbräume RGB, CMYK sowie Lab. Die App bietet Ebenen mit Masken, Verrechnungsmodi, Einstellungsebenen, Raw-Entwicklung, ein Verflüssigen-Werkzeug und HDR-Bearbeitung.

Das Programm kostet 33 Euro und ist kompatibel mit dem iPad Air 2, iPad 2017 sowie iPad Pro in 9,7 Zoll, 10,5 Zoll und 12,9 Zoll. Auf älteren Geräten startet es nicht. (akr@ct.de)

Aus für Dragon NaturallySpeaking Premium

Nuance stellt die Entwicklung der Premium-Version seiner Diktiersoftware Dragon NaturallySpeaking ein. Die Software werde weiterhin funktionieren, versichert der Hersteller. Es sollen jedoch keine weiteren Updates mehr herauskommen. Der erstmals Ende 2015 erschienene Nachfolger „Dragon Professional Individual“ ist für den Einzelplatz gedacht, bringt jedoch zusätzliche Funktionen mit, die früher der Netzwerkvariante des Diktierprogramms vorbehalten waren. So kann diese Version benutzerdefinierte Befehle exportieren und importieren. Sie speichert synchronisierte Audiodateien auf Wunsch zusammen mit der transkribierten Textdatei und überwacht für die automatische Transkription selbstständig Dateiordner. Auch mit der Diktier-App Dragon Anywhere synchronisiert sich nur Dragon Professional. Inzwischen ist Version 15 des Nachfolgers auf dem Markt. Der Besitz einer älteren Premium-Version (ab 12) berechtigt zum Upgrade. Bis 30. Juni bietet Nuance das Upgrade für 149 Euro an, danach kostet es 249 Euro. (dwi@ct.de)

Erschwingliches Dokumenten-Management

Office-n-PDF verwaltet die anvertrauten Inhalte als PDF in einer anpassbaren Verzeichnisstruktur.

Das Dokumenten-Managementsystem Office-n-PDF konvertiert importierte Dokumente, E-Mails und gescannte Schriftstücke in durchsuchbare PDF-Dateien und legt diese in einer Datenbank mit anpassbarer interner Verzeichnisstruktur ab. Zusätzlich kann das Windows-Programm auch Notizen, Kommentare und Verfalldaten für einzelne Dokumente festhalten und pflegt einen Volltextindex über alle Inhalte. Dokumente lassen sich im Format PDF/A, wahlweise mit digitaler Signatur und 128-Bit-AES-Verschlüsselung exportieren.

Version 4 kann E-Mails nicht nur aus Outlook, sondern auch von Thunderbird, SeaMonkey, The Bat und FoxMail übernehmen. Außerdem beherrscht sie Wiedervorlage und kann einzelne Seiten aus einem archivierten Dokument löschen oder in ein anderes übertragen. Office-n-PDF kostet bei JBSoftware als Einzelplatzanwendung für nicht gewerblichen Einsatz 49 Euro. Die mehrplatzfähige Standard-Edition gibt es für 79 Euro; die auf Microsoft SQL Server aufsetzende Professional-Edition mit Rechteverwaltung kostet 118 Euro. (hps@ct.de)

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