c't 14/2017
S. 26
News
Netze

Stromstütze für Netzwerkspeicher

Die USV CyberPower RT650EI soll NAS-Geräte bei Stromausfällen weiter mit Energie versorgen.

CyberPower Systems preist seine neue unterbrechungssichere Stromversorgung RT650EI als speziell auf Netzwerkspeicher ausgelegt an. Bei einem Stromausfall liefert das Gerät aus seinem internen Akku weiter Energie, was Datenverlusten vorbeugt. Gegen Ende der Akkuladung teilt es dem NAS per USB-HID-Verbindung mit, dass dieses demnächst herunterfahren sollte. Dafür muss das NAS freilich einen USB-Port besitzen und mit USVs kommunizieren können.

Für 50 Watt, die Leistungsaufnahme eines voll bestückten 5-Bay-NAS, nennt CyberPower eine Stützzeit von 50 Minuten; bei doppelter Last sind es noch 34 Minuten. Weitere Kleinverbraucher wie den Internet-Router oder die Telefonanlage kann man also problemlos mitversorgen. Die USV soll bei verschlissenem Akku von selbst zum Austausch mahnen. Den Eigenverbrauch beziffert CyberPower mit 5 Watt (rund 13 Euro Stromkosten jährlich). Die RT650EI kostet 100 Euro. Im Preis inbegriffen ist eine Versicherung gegen Überspannungsschäden bis 25.000 Euro. (ea@ct.de)

CIA-Botnet in WLAN-Routern

Unter dem Projektnamen Cherry Blossom soll die CIA ein Botnet aus kompromittierten Netzwerkkomponenten betreiben, heißt es in Dokumenten des jüngst veröffentlichten Vault-7-Fundus von Wikileaks. Laut einer Liste (ct.de/yasf) hat der US-Nachrichtendienst nicht nur WLAN-Router der üblichen Verdächtigen wie Asus, Belkin, D-Link oder Linksys auf Angreifbarkeit geprüft, es tauchen auch prominente Namen wie 3Com oder Cisco auf, Letztere mit Aironet-Access-Points.

Das Cherry-Blossom-Botnet soll aus Routern bestehen, denen eine trojanisierte Firmware implantiert wurde, wodurch sie zu „FlyTraps“ (Fliegenfallen) werden. Typische Angriffspunkte seien schwache Konfigurationspasswörter und Firmware-Lücken gewesen. Eine FlyTrap kommuniziert verschlüsselt – getarnt als harmloser HTTP-Verkehr – mit einem Command-and-Control-Server namens Cherry Tree.

Die Fliegenfalle soll nicht nur den gesamten Internetverkehr des Anschlusses untersuchen und etwa Daten wie Mail-Adressen, Chat-Usernamen oder VoIP-Rufnummern ausleiten können. Sie vermag angeblich auch den Internetverkehr etwa über DNS-Spoofing gezielt zu manipulieren, um ein Opfer auf Honeypot-Server umzuleiten und seinen PC so weiteren Angriffen auszusetzen. (ea@ct.de)

Huawei testet 5G

Forschung am 5G-Mobilfunk: Huawei nutzte für seinen Feldversuch Massive-MIMO und 200 MHz breite Funkkanäle.

Der chinesische Netzwerkzulieferer Huawei hat laut eigenen Angaben die zweite Phase seiner 5G-Mobilfunktests abgeschlossen. Dafür nutzte das Unternehmen den Funkbereich zwischen 4 und 8 GHz (C-Band) und erreichte Spitzenraten von 18 GBit/s. Bei gleichzeitiger Versorgung mehrerer Clients waren im Mittel über 6 GBit/s zu verzeichnen. Die genaue Anzahl der Teilnehmer und die Distanzen zwischen Basisstation und Teilnehmern führte Huawei nicht auf. Die Latenz gibt die Firma mit unter 0,5 Millisekunden an.

Die hohen Datenraten seien unter anderem mittels Massive-MIMO und 200 MHz breiten Kanälen erreicht worden. Aktuelle LTE-Spezifikationen sehen maximal 100 MHz breite Kanäle vor. Auf dieser Grundlage könnte bald die Massenfertigung von LTE-Geräten beginnen, die Datenraten im unteren einstelligen Gigabit-Bereich liefern. (amo@ct.de)

Kommentieren