c't 14/2017
S. 30
News
Hardware

Core-X-Prozessoren scheibchenweise

Das LGA2066-Mainboard Asus ROG Rampage VI Extreme für Core-X-Prozessoren zeigt auf einem Display Informationen wie die CPU-Taktfrequenz an.

Intel hatte die neue High-End-Plattform LGA2066 für Core-X-Prozessoren mit bis zu 18 Kernen Anfang Juni auf der IT-Messe Computex angekündigt. Nach der Vorbestellungsphase ab 19. Juni soll die Auslieferung der ersten CPUs und Mainboards mit X299-Chipsatz schließlich am 26. Juni starten. Das gilt aber lediglich für die Kaby-Lake-X- und Skylake-X-Prozessoren für die Fassung LGA2066 mit vier bis zehn Kernen. Sie kosten zwischen 250 (Core i5-7640K) und 1000 Euro (Core i9-7900X). Der Zehnkerner Core i9-7900X soll rund 2150 Punkte im Cinebench R15 erreichen.

Der 12-Kern-Chip Core i9-7920X für 1500 Euro folgt erst Anfang August. Für die Prozessoren mit 14, 16 und 18 Kernen Core i9-7940X, Core i9-7960X und Core i9-7980X muss man sich sogar bis Oktober gedulden. So bleibt etwas Zeit, die 2500 Euro für das Flaggschiff Core i9-7980X zusammenzusparen. Taktfrequenzen und Thermal Design Power für diese Chips hat Intel noch nicht veröffentlicht. (chh@ct.de)

All-in-One-PC für Business-Anwender

Der All-in-One-PC Esprimo K557 eignet sich vor allem für Büroarbeitsplätze in Unternehmen. Weil der Rechner im Monitorgehäuse untergebracht ist, beansprucht er weniger Platz als ein klassischer Tower-PC und ermöglicht mit drahtloser Maus und Tastatur einen kabellosen Schreibtisch. Das matte 24-Zoll-Display des Esprimo K557 zeigt Full-HD-Auflösung. Es lässt sich in vier Stufen in der Höhe verstellen.

Erhältlich ist der All-in-One-PC mit Prozessoren der sechsten und siebten Core-i-Generation mit 35 Watt Thermal Design Power wie zum Beispiel dem Pentium G4400T (2 Kerne, 2,9 GHz) oder dem Core i7-7700T (4 Kerne, 2,9 GHz). Die älteren CPUs der Serie Core i-6000 bietet Fujitsu im Esprimo K557 an, damit Kunden die Downgrade-Option einer Windows-10-Pro-Lizenz nutzen können, um auf ihm Windows 7 Professional zu betreiben. Für die moderneren Kaby-Lake-Prozessoren der Serie Core i-7000 gibt es keine Treiber für Windows 7. Die Basisvariante des All-in-One-PC ist ab August erhältlich und kostet 699 Euro. (chh@ct.de)

Leistungsstarker Prozessorkühler

Der Top-Blower-Kühler Shadow Rock TF 2 von Be quiet soll Prozessoren mit bis zu 160 Watt Thermal Design Power vor dem Überhitzen bewahren. Die Abwärme der CPU transportieren fünf 6 Millimeter starke Heatpipes zu den Kühllamellen. Auf diesen sitzt ein 135-mm-Lüfter mit 4-Pin-Anschluss (PWM), der maximal mit 1400 U/min läuft. Sein Luftstrom kühlt zudem die umliegenden Bauteile auf dem Mainboard.

Der Shadow Rock TF 2 ragt weit über die CPU-Fassung hinaus und kühlt deshalb auch Speicherriegel und Spannungswandler mit.

Der Shadow Rock TF 2 wiegt inklusive Lüfter 680 Gramm und passt auf alle gängigen Prozessoren, auch auf Ryzen-CPUs mit AM4-Fassung. Be quiet verlangt für den Top-Blower 60 Euro. (chh@ct.de)

Ausverkaufte Radeon-Grafikkarten

Weil der Kurs der Krypto-Währung Ethereum derzeit klettert, lohnt sich das Mining mit Grafikkarten.

AMD-Grafikkarten der Serien Radeon RX 570 und RX 580 sind seit mehreren Wochen nur sehr schwer bis gar nicht erhältlich. Betroffen sind dabei auch die Vorgängerkarten Radeon RX 470 und RX 480. Ebenjene Modelle schürfen die Krypto-Währung Ethereum besonders schnell – bereits einige Grafikkartenhersteller suggerierten auf der Computex, dass die Knappheit dem Ethereum-Mining geschuldet sei. Möglicherweise könnte auch ein geringes GPU-Angebot seitens AMD einen Grund darstellen.

Im Vergleich mit Nvidia-Grafikkarten sind die genannten Radeon-Modelle beim Schürfen der Krypto-Währung Ethereum effizienter. Sie errechnen wesentlich mehr Megahashes pro Sekunde (MH/s) als teurere Nvidia-Modelle der aktuellen Pascal-Generation GeForce GTX 1000. So schafft etwa eine Radeon RX 580 in unseren Messungen mit ethminer im Mittel 23,5 MH/s, die teurere Nvidia GTX 1060 lediglich rund 19 MH/s. Besonders leistungsfähig sind auch die Vorgänger-Karten mit Hawaii-Grafikchips: die Radeon R9 290 rechnet 24,7 MH/s aus, eine Radeon RX 390X schafft sogar 28,47 MH/s. Jene älteren Karten sind zwar noch zu astronomischen Preisen gelistet, allerdings nicht mehr verfügbar. (mfi@ct.de)

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