c't 15/2017
S. 132
Kinderleicht
Amazons Alexa im Kinderzimmer
Aufmacherbild

Quatschmaschine und Hausaufgabenhilfe

Amazons Sprachassistent Alexa im Kinderzimmer

Amazons Sprachassistent kennt die aktuellen Nachrichten, Wetterprognosen und Müllabholtermine. Das erfreut Erwachsene und langweilt Kinder. Sie erwarten von Alexa eher Spaß und Unterhaltung. Und wenn die Sprechbüchse noch bei den Hausaufgaben hilft – umso besser. All das kann der smarte Lautsprecher, sofern man ein paar Dinge berücksichtigt, bevor man ihn ins Kinderzimmer stellt.

Im Gegensatz zu den Smartphone-Pendants arbeitet Amazons Alexa als erster und bisher einziger Sprachassistent eigenständig auf Geräten der Echo-Familie und hat eine neue Gerätegattung für das smarte Heim mitbegründet. Das macht ihn auch für den Familieneinsatz in Küche, Wohn- und Kinderzimmer interessant.

Gar nicht mal so clever

Zugegeben, richtig clever ist Alexa noch nicht – vor allem bei der ersten Inbetriebnahme, wenn sie noch nicht die Sprechgewohnheiten ihres Besitzers gelernt hat. Das einzig wirklich Intelligente hinter Alexa & Co. ist deren KI, die das Sprachverhalten des menschlichen Gegenübers mit jedem Befehl ein kleines Stück mehr erlernt. Der Trainingsrückstand ist vor allem am Anfang müßig, wenn Alexa trotz blitzsauberer Betonung jeder Silbe gerne mal das Abspielen englischer Lieblingssongs beharrlich verweigert. Erwachsene reagieren eher frustriert, vor allem, wenn aus „Alexa, spiele The Unwinding Hours“ ein „Ich habe keinen Sender mit dem Namen BR Morninghorst gefunden“ wird. Da heißt es, tief durchatmen und den Satz ganz ruhig wiederholen. Kinder amüsieren sich über solche Missverständnisse hingegen köstlich, werden neugierig und versuchen die Büchse zum Sprechen zu bringen.

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