c't 15/2017
S. 42
Test
Android-Smartphone
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Mit dem Fünften sieht man besser

Android-Smartphone OnePlus 5 mit Dual-Kamera

Der kleine chinesische Hersteller OnePlus bringt ein halbes Jahr nach dem 3T schon wieder ein neues Top-Modell, das OnePlus 5. Neben schnellerer Hardware fällt die verbesserte Hauptkamera mit einer zusätzlichen Tele-Kamera auf. Der Preis ist mit 500 Euro immer noch verlockend.

Einen echten optischen Zoom gibt es bei keinem aktuellen Smartphone, Experimente wie das Galaxy Zoom haben sich als unpraktisch dick erwiesen. Aber eine zweite Frontkamera mit eigenem Sensor und etwas längerer Festbrennweite, das bieten derzeit das Apple iPhone 7 Plus und das noch nicht lieferbare Asus Zenfone Zoom S. In diese exklusive Liga stößt nun auch OnePlus vor, und zwar mit dem erstklassig ausgestatteten Smartphone „5“: Top-Prozessor, Metallgehäuse, Dual-SIM, mindestens 6 GByte Hauptspeicher und 64 GByte Flash – High-End zum günstigen Preis, so lautet das Versprechen.

Der Hauptsensor nimmt 16-Megapixel-Fotos bei ausreichend Licht in hoher Qualität auf. Die Farben sind tendenziell warm abgestimmt. Bei schlechter Beleuchtung hält sich das Rauschen in erfreulichen Grenzen. Fotos wirken aber etwas knapp belichtet, und die Schatten saufen ziemlich ab. Der in der Foto-App einstellbare HDR-Modus hellt die Schatten marginal auf, verstärkt aber das Rauschen; Experimente mit dem HQ- und HDR-A-Modus lohnen. Die Qualität liegt sichtbar über der des OnePlus 3T und reicht durchaus für die Oberklasse, auch wenn beispielsweise iPhone 7 Plus und HTC U11 etwas mehr Details erfassen und leicht stimmiger belichten – und die Samsung Galaxys zusätzlich die Schatten besser wiedergeben.

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