c't 15/2017
S. 29
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Hardware

Radeon Vega Frontier Edition

Die luftgekühlte Variante der Radeon Vega Frontier Edition kostet 1200 Euro. Bild: AMD

AMD hat den Verkauf der ersten Profi-Grafikkarte mit Vega-Grafikchip freigegeben. Verfügbar war die Radeon Vega Frontier Edition jedoch bis zum Redaktionsschluss noch bei keinem deutschen Händler. Die Karte gibt es in zwei Ausführungen: mit Radiallüfter für 1200 Euro oder mit angeflanschter Wasserkühlung für 1750 Euro. Mit der Karte zielt AMD auf die Anwendungsgebiete Visualisierung, Spiele-Entwicklung und Machine Learning.

Das Herz der Frontier Edition ist ein Vega-10-Grafikchip mit 4096 Shader-Rechenkernen. Letztere laufen mit einer Basis-Taktfrequenz von 1382 MHz, im Turbo-Modus mit bis zu 1600 MHz – sofern Leistungsaufnahme und Grafikchip-Temperatur unter vorgegebenen Grenzwerten liegen. Der 16 GByte große HBM2-Speicher ist über 2048 Datenleitungen (2 Speicherstapel) mit der GPU verbunden und arbeitet mit 483 GByte/s.

Vier 4K-Displays darf die Radeon Vega Frontier Edition gleichzeitig ansteuern – drei über DisplayPort 1.4 und ein Display über HDMI 2.0. AMD gibt die Leistungsaufnahme der luftgekühlten Variante mit 300 Watt an, die der wassergekühlten mit 375 Watt. Beide Karten muss man über je zwei achtpolige PCIe-Stromstecker mit dem Netzteil verbinden. AMD empfiehlt für den Betrieb einer Radeon Vega Frontier Edition ein Netzteil mit mindestens 850 Watt Leistung. (mfi@ct.de)

SSD-Langzeittest abgeschlossen

Im c’t-Dauerschreibtest von Solid-State Disks hat der letzte der 12 Kandidaten aufgegeben. Das zweite Exemplar der Samsung SSD 850 Pro mit 256 GByte Kapazität erreichte ihr Lebensende nach einer Datenmenge von 9,1 Petabyte (9.100.000 Gigabyte) fast genau ein Jahr nach dem Start des Tests. Damit liegt sie wie die vorher ausgeschiedenen SSDs erheblich über der vom Hersteller garantierten Lebenserwartung von 150 TBW (Terabytes Written).

Bei einer für Desktop-Rechner üblicherweise geschriebenen Datenmenge von 10 bis 35 GByte pro Tag ergibt das für die Samsung SSD 850 Pro eine theoretische Laufzeit von mehreren hundert Jahren. Auch die günstigeren Modelle im Test wie die Crucial BX200 erfüllten ihr vom Hersteller angegebenes Soll deutlich über und halten, zumindest was die Schreibzyklen der Flash-Zellen betrifft, mindestens fünf Jahre durch. (chh@ct.de)

Ryzen-Prozessoren fürs Büro

AMD hat seine Palette an AM4-Prozessoren um sechs Ryzen-Pro-Varianten erweitert. Die CPUs mit 36 Monaten Garantie sind für den Einsatz in Business-Rechnern großer PC-Hersteller gedacht. Ryzen 5 Pro und Ryzen 7 Pro liefern mit vier bis acht Kernen und Simultaneous Multithreading (SMT) ausreichend Leistung für Software-Entwickler und die Erstellung digitaler Inhalte. Die Ryzen-3-Pro-CPUs ohne SMT eignen sich für gängige Office-Programme und Webanwendungen.

Die Business-Varianten der Ryzen-Prozessoren bieten laut AMD zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie beispielsweise ein Firmware-TPM 2.0, eine 128-Bit-AES-Einheit zum Verschlüsseln von Daten sowie die DRAM-Verschlüsselung Transparent Secure Memory Encryption. Zur Fernwartung können PC-Hersteller die Schnittstelle DASH (Desktop and mobile Architecture for System Hardware) in die Firmware ihrer Rechner einbauen. Letztere sollen im Herbst erhältlich sein. (chh@ct.de)

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