c't 16/2017
S. 158
Hintergrund
Galileo
Aufmacherbild
Bild: Rudolf A. Blaha

Genauigkeit ernten

Galileo im Smartphone

Jedes Smartphone bietet Satellitennavigation mit GPS und Glonass. Seit Ende 2016 ist das europäische Pendant Galileo aktiv. Bringt es was fürs Smartphone von Bauer Piepenbrink? Ein Streifzug durch die zivile Satellitennavigation.

Der Sextant, die Uhr, das GPS – diese Erfindungen haben Menschen stets mutiger ins Unbekannte vorstoßen lassen, egal ob sie einen neuen Seeweg nach Indien suchten oder bloß eine Tankstelle. Auch wenn sich im Auto „rechts“ und „links“ bisweilen zwischen Männern und Frauen als interpretierbar erwiesen: Jahrhundertelang kamen wir mit Karte, Kompass und Schildern klar. Es sieht so aus, als ob diese Fähigkeit langsam verschwindet – wie das Kopfrechnen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat mehr als die Hälfte der Haushalte ein Navigationsgerät mit Satellitenempfang und 95,1 Prozent ein Smartphone mit Navifunktion.

Bis 2020 werden vier globale Satellitennavigationssysteme mit mehr als 100 Satelliten verfügbar sein. Längst haben sich zum US-amerikanischen Global Positioning System (GPS) weitere Dienste hinzugesellt. GPS, Glonass sowie Beidou und Galileo fasst man unter dem Kürzel GNSS (Global Navigation Satellite System) zusammen. Schon jetzt können Smartphone-Chips mehrere Dutzend GNSS-Satelliten anzapfen. Einen kurzen Abriss zur Funktionsweise der Ortsbestimmung finden Sie im Kasten „Kleines GNSS-Einmaleins“ auf Seite 162.

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Ergänzungen & Berichtigungen

Kilometer statt Meter

Die neun von zwölf Satelliten des chinesischen Beidou-Systems kreisen natürlich nicht in 22.000 Metern, sondern in 22.000 Kilometern Höhe.