c't 16/2017
S. 134
Hintergrund
Kraftwerk 3D
Aufmacherbild

Der Pylonenkanon

Die 3D-Audio-Produktion des Kraftwerk-Katalog

Die Musikpioniere von Kraftwerk haben ihre acht Studio-Alben neu bearbeitet. Den 3D-Sound mischten Fritz Hilpert und Tom Ammermann in Dolby Atmos und Headphone-Surround 3D. Hier erklärt Ammermann seine Tricks.

Die acht Alben, die Kraftwerk zwischen 1974 (Autobahn) und 2003 (Tour De France) veröffentlichten, gelten als Meilensteine der Pop-Musik. Sie haben nicht nur die elektronische Musik entscheidend geprägt, sondern auch neue Genres wie Techno vorweggenommen. Seit nunmehr 15 Jahren ist die vierköpfige Band damit fast pausenlos auf Tour. Allein im vergangenen Jahr spielte Kraftwerk weltweit rund 70 Konzerte. Dabei entwickelte sie den mittlerweile 40 Jahre alten Elektro-Sound ständig weiter. Was früher mit analogen Synthesizern auf Tonbänder aufgenommen wurde, kommt heute aus dem Sampler im Laptop.

Seit 2011 setzt Kraftwerk auf der Bühne stereoskopische 3D-Projektionen ein, die das Publikum durch Polarisationsbrillen sieht. Bei einigen Auftritten prasseln die Beats zudem von allen Seiten in Surround-Sound auf die Zuhörer ein. Fritz Hilpert und Henning Schmitz spielen und arrangieren die Stücke auf der Bühne live am Rechner mithilfe von Sequenzern. Ralf Hütter spielt und singt mit seiner typischen Vocoder-Stimme und Falk Griefenhagen steuert die Video-Projektionen auf der Leinwand.

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