c't 16/2017
S. 100
Test
Musik-Software

Klangtüftler mit Himbeere

Waveform macht Musik unter Windows, macOS und Linux

Als erste kommerzielle Musiksoftware unterstützt Tracktion Waveform neben Windows, macOS und Linux auch den Raspberry Pi. Dank Komponierhilfen und mächtigen Synthesizern sollen selbst auf Kleinstrechnern ausgefeilte Songs entstehen.

Tracktion gehört zu den wenigen Digital Audio Workstations (DAW), die neben Windows und macOS auch Ubuntu-Linux unterstützen. Dank ihrer ressourcenschonenden Programmierung läuft die neueste Version nun sogar auf dem Raspberry Pi 3. Die Software hört inzwischen auf den Namen Waveform und kostet in der Grundversion 100 US-Dollar. Im Kern hat sich jedoch nur wenig verändert, sodass sich Tracktion-Kenner gleich zurechtfinden. Es lassen sich beliebig viele Audio- und MIDI-Spuren aufnehmen, arrangieren und mit Plug-in-Effekten bearbeiten. Zur bekannten Arrangement-Ansicht ist ein neuer Mixer hinzugekommen, der die Spuren in einem zweiten Fenster vertikal auflistet – das verbessert den Überblick über den gesamten Mix.

Einspielhilfen

In Waveform sind neue Kompositionshilfen hinzugekommen. Sie vereinfachen das Einspielen von Akkordfolgen, Melodien und Basslinien. Dazu startet man in einem leeren MIDI-Clip den Pattern-Generator und wählt eine aus Dutzenden bekannter Akkordfolgen aus. Alternativ lassen sich eigene Kadenzen zusammenstellen. Waveform schlägt zu jedem Akkord mögliche Folgeakkorde vor, in absteigender Reihenfolge ihrer Popularität. Passend zu verschiedenen Musikstilen lassen sich Rhythmusfiguren auswählen, sodass man im Handumdrehen ein Grundgerüst für verschiedene Song-Abschnitte zusammenstellt.

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