c't 16/2017
S. 92
Test
Motorrad-Navigation
Aufmacherbild

Mopped-Lotsen

Navis Garmin Zumo 395LM versus TomTom Rider 450

Nur von A nach B zu leiten: Das macht jedes Smartphone. Ein aktuelles Navigationsgerät, das für Motorradfahrer konzipiert wurde, ist mit so schlichten Aufgaben deutlich unterfordert. Denn die Zweirad-Fraktion stellt ganz andere Ansprüche als die Pkw-Nutzer – von kurvenreichen Routen bis zum wasserfesten Gehäuse.

Seit Jahren liefern sich Garmin und TomTom ein Rennen um die Gunst der Navigations-Kunden, unabhängig vom Fahrzeug. Bei den Motorrad-Navis verfolgen beide bis heute unterschiedliche Konzepte, die sich mehrfach gewandelt haben. Über die vom Pkw-Navi bekannten Aufgaben hinaus kommt Motorrad-spezifisch neben dem wetterfesten Gehäuse noch eine Art Boden-Radar hinzu („Wie sieht der Straßenverlauf vor mir aus?“), dazu die Kopplung an ein Bluetooth-Headset und ein auch mit Handschuhen bedienbarer Touchscreen. Erst in zweiter Linie spielen Dinge wie Kurven und schöne Strecken eine Rolle.

Schlüssel zu solchen Funktionen ist ein Bedienkonzept, das sich weitgehend selbst erschließt. Dinge wie das Koppeln mit Bluetooth-Headset und Smartphone müssen selbsterklärend funktionieren und zu stabilen Verbindungen führen. Auch eine Tour über mindestens fünf Zwischenziele – etwa zu einem Treffpunkt, einem Café oder Restaurant – muss sich unterwegs, ohne Hilfe von Notebook oder PC, planen und bearbeiten lassen.

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