c't 16/2017
S. 32
News
Internet

Backup in der Google-Cloud

Der Nutzer kann festlegen, ob Fotos und Videos in Originalqualität oder komprimiert zu Google Drive hochgeladen werden sollen.

Google hat seinen Online-Speicher Drive zu einer Backup-Lösung ausgebaut und eine neue Desktop-Software dafür bereitgestellt. Sie nennt sich „Backup and Sync“ und synchronisiert beliebige Ordner. Theoretisch ließe sich damit sogar der Festplatteninhalt eines kompletten PC sichern – genügend Speicherplatz und eine schnelle Leitung vorausgesetzt (15 GByte sind bei Google Drive kostenlos, 1 TByte kostet 9,99 Euro/Monat). Sogar den Inhalt von USB-Geräten und SD-Karten erfasst die Lösung. „Backup and Sync“ gibt es kostenlos für Windows und macOS.

Der Nutzer meldet sich mit seinem Google-Account an und wählt die Ordner aus, die in die Cloud geladen werden sollen. Den Rest erledigt „Backup and Sync“ automatisch. In den Optionen lassen sich die Download- und Upload-Geschwindigkeiten begrenzen. In Google Drive erhält jeder synchronisierte Computer einen eigenen Bereich in der Seitenleiste. Das Backup-Tool ist für Privatkunden gedacht; kommerziellen Nutzern der G-Suite empfiehlt Google weiterhin „Drive für Mac/PC“. (dbe@ct.de)

W3C gibt grünes Licht für mehr DRM im Web

Digitales Rechtekontrollmanagement (DRM) im Web soll offiziell den Segen des World Wide Web Consortium (W3C) erhalten. Dieses hat angekündigt, dass es eine Standardempfehlung für die seit Jahren umkämpfte Technik „Encrypted Media Extensions“ (EME) aussprechen werde. Dabei geht es um eine Schnittstelle, über die Browser Inhalte geschützt abspielen können.

W3C-Direktor Tim Berners-Lee verteidigte die Entscheidung: EME habe den Vorteil, dass sämtliche Interaktionen im Browser stattfänden und auf Plug-ins wie Flash oder Silverlight verzichtet werden könne. Die Schnittstelle biete ein besseres Nutzererlebnis und garantiere mehr Interoperabilität, Datenschutz, Sicherheit und Zugänglichkeit rund um verschlüsselte Online-Videos. (Stefan Krempl/jo@ct.de)

DNI: Geld für Journalismus-Innovationen

Auf ihrer Homepage stellt die DNI geförderte Projekte vor.

Im Rahmen der Digital News Initiative (DNI) fördert Google europäische Medienhäuser. Dafür wurde ein Innovationsfonds von insgesamt 150 Millionen Euro eingerichtet, mit dem Projekte in der europäischen Nachrichtenbranche gefördert werden. Anfang Juli hat sie die Empfänger der dritten Förderrunde bekanntgegeben, in der sie mehr als 20 Millionen Euro ausschüttet.

Die aktuelle DNI-Runde steht im Zeichen von Fake News. So gab es eine Zunahme der Einreichungen zum Thema „Faktencheck“. Das Transparent Journalism Tool von Publico.es wird mit 208.500 Euro gefördert. Es soll Lesern einen Blick hinter die Kulissen des Redaktionsprozesses bei Zeitungen gewähren. WikiTribune, die von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales gegründete Nachrichtenplattform, erhält 385.000 Euro.

heise online erhält eine Förderung von 40.000 Euro für die Weiterentwicklung seines c’t Shariff. Dieser verhindert, dass Facebook- und andere Social-Media-Buttons schon beim Laden einer Seite Daten erfassen. Das neue Projekt soll dieses Prinzip auf eingebettete Social-Media-Inhalte ausweiten. (jo@ct.de)

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