c't 17/2017
S. 80
Praxis
Raspi kann alles: EndoskoPi
Aufmacherbild

Schlüssellochspion

Raspberry Pi als autarkes Endoskop mit Kamera und Display

Was verstopft den Abfluss? Wo verlief noch einmal das Kabel hinter der Verkleidung? Und ist der Rahmen wirklich rostfrei? Ein selbstgebautes Endoskop aus einem alten Raspberry Pi, einem billigem Display und einer wasserdichten Miniatur-USB-Kamera beantwortet diese Fragen.

Schon eine winzige Öffnung von nicht einmal 6 Millimetern Durchmesser genügt, um den Kamerakopf einzuführen – doch ein Bild kann man sich so noch nicht machen: Die winzigen wasserdichten USB-Endoskop-Kameras von eBay für 10 bis 25 Euro haben kein Display. Notebooks und Tablets als Monitorersatz sind groß, teuer und unhandlich, um damit im Motorraum oder unter dem Spültisch zu hantieren. Die Lösung ist ein alter Raspberry Pi, der für 10 bis 20 Euro um ein Display und ein Powerpack ergänzt wird. Das Ergebnis ist ein kompaktes, preisgünstiges Endoskop.

Die Teileliste ist kurz, neben einem beliebigen Raspberry Pi – selbst ein alter Raspi Zero lässt sich problemlos verwenden – benötigen Sie lediglich noch ein Display, ein USB-Powerpack für die Stromversorgung und natürlich die USB-Endoskop-Kamera. Letztere kostet bei eBay zwischen 10 und 25 Euro, je nachdem, wie lang der Kameraschlauch sein soll. Es gibt sie auch in verschiedenen Größen – wir haben uns für das 5-Meter-Modell mit 5,5-Millimeter-Kopf inklusive LEDs zur Beleuchtung für 15 Euro entschieden. Die etwas größeren Modelle mit 7-Millimeter-Kopf werden oft mit Winkelspiegeln oder Haken als Zubehör geliefert.

Kommentare lesen (18 Beiträge)