c't 17/2017
S. 86
Know-how
Raspi kann alles: Google Assistant
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Okay, Raspi!

Google Assistant mit dem Raspberry Pi nutzen

In einem kurzen Dialog mit einem integrierten Sprachassistenten lassen sich Dinge erledigen, für die man sonst das Handy in die Hand nehmen muss. Dank des Google Assistant SDK kann man sich einen eigenen intelligenten Lautsprecher auf Raspi-Basis bauen.

Die Möglichkeit, mal eben schnell einen neuen Termin einzutragen, ohne umständlich eine App starten und darin etwas eintippen zu müssen, ist verlockend. Googles Assistant kann das – und noch viel mehr. Was ihm jedoch fehlt, sind eigene angepasste Kommandos, denn die Möglichkeit per Sprache etwa den Heimserver zu starten oder den Stand des Smart-Meter abzufragen, machen den Assistenten erst wirklich nützlich.

Googles Assistant SDK liefert jedermann direkten Zugriff auf die Schnittstelle des Sprachassistenten. Google selbst hat ihn in Android-Smartphones und seinen Smart-Home-Lautsprecher Google Home eingebaut, unterstützt aber auch den Raspi als Basis für Prototypen und Eigenentwicklungen. Das zugehörige Python-API ist einfach gestrickt und bietet alles Notwendige, um den Assistenten ein bisschen aufzubohren.

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Ergänzungen & Berichtigungen

Neuer Raspi-Tastencode

Wenn Sie Raspbian Stretch als Basis verwenden, heißt der Stumm-Tastencode für den Triggerhappy-Daemon nicht mehr KEY_MININTERESTING, sondern endlich korrekterweise KEY_MUTE.

Zudem wird der Daemon nun direkt über einen Systemd-Service gestartet. Daher muss man den Benutzer, mit dessen Rechten Triggerhappy läuft, in der Service-Datei ändern. Kopieren Sie diese daher zunächst um:

sudo cp /lib/systemd/system/triggerhappy.service /etc/systemd/system

Anschließend bearbeiten Sie die Datei /etc/systemd/system/triggerhappy.service und ändern in der Zeile, die mit ExecStart beginnt, den Benutzernamen von nobody in pi.