c't 17/2017
S. 52
Test
Virtualisierung

Wiener Wolpertinger

Linux-KVM und -ZFS ready-to-go: Proxmox VE Version 5.0

Die Proxmox GmbH aus Wien kombiniert in ihrem „Virtual Environment“ Virtualisierung mit einer schlanken Weboberfläche. Auch dank der darin enthaltenen Techniken für Replikation, Ausfallsicherheit und Redundanz macht das Open-Source-Unternehmen mittlerweile den Platzhirschen VMware und Hyper-V die Reviere streitig.

Das Proxmox Virtual Environment (VE) zeichnet sich durch eine Eigenschaft besonders aus: eine einfach zu bedienende Weboberfläche, die viele Details der Technik darunter so verpackt, dass man sie ohne kryptische Kommandozeile benutzen kann und mag: Die Linux-eigene Virtualisierung (KVM) stellt virtuelle Maschinen bereit. Linux Container (LXC) ergänzen sie als schlanke Alternative zur Vollvirtualisierung. Das von Sun fürs Rechenzentrum entwickelte ZFS-Dateisystem speichert VMs, Snapshots und Container. Optional lässt sich Ceph als verteilter Datenspeicher verwenden.

Die Anfang Juli erschienene Version 5.0 baut wie die Vorgänger auf dem bei Veröffentlichung aktuellen Debian-Release auf, aktuell Version 9 (Stretch). Proxmox VE lässt sich mit eigenem Installationsmedium einrichten, aber auch einer Debian-Installation hinzufügen; man muss sich dann aber selbst ums Nachinstallieren von ZFS und Kernel aus den Proxmox-Repositories kümmern. Beim Installationsmedium von Proxmox ist das nicht nötig. In beiden Fällen setzen die Entwickler für Upgrades auf die Debian-Paketverwaltung, egal ob händisch oder via GUI angeschoben.

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