c't 18/2017
S. 124
Test
Google Home

Okay, Google, mach mal!

Google Home startet in Deutschland

Googles Lautsprecher spricht jetzt Deutsch und hat seit der US-Markteinführung einiges dazugelernt. Er präsentiert sich als vielseitige Info- und Entertainmentzentrale für das Wohnzimmer und als Steuerung für das Smart Home.

Als zweiter Anbieter nach Amazon hat Google einen Lautsprecher mit eingebautem Assistenten auf den deutschen Markt gebracht. Seit Anfang August ist Google Home für 149 Euro verfügbar. Mit knapp 14 Zentimetern ist das Gadget gut halb so hoch wie die große Echo-Variante. Es ist ausschließlich mit einem schicken weißen Plastikgehäuse erhältlich. Die Lautsprecherabdeckung aus grauem Stoff lässt sich abnehmen. Google hat dafür zwei metallene Alternativen in den Farben Kupfer und Karbon im Angebot (je 42 Euro).

Das Gerät setzt ein Google-Konto voraus. Eingerichtet wird der Lautsprecher über die Home-App von Google, die es für Android und iOS gibt. Ähnlich wie Alexa signalisiert Google Home Aktivität auf der Oberseite. Zum Beispiel leuchtet beim Start ein Kreis bunter LEDs. Per Finger-Wisch auf der angeschrägten Oberseite stellt man die Lautstärke ein. Auf Tippen bricht eine Antwort ab oder pausiert das Musik-Streaming.

Dienstbarer Assistent

Größenvergleich: Google Home ist etwa 14 Zentimeter hoch, gut halb so hoch wie Amazon Echo.

Im Wesentlichen läuft die Bedienung von Google Home aber über Sprache ab. Die Box horcht mit Fernfeldmikrofonen permanent in den Raum hinein, ob Befehle an den integrierten Google Assistant gerichtet werden. Hört dieser die Aktivierungsphrase „Okay, Google“, so interpretiert er das Folgende als Befehl. Unter https://myactivity.google.com lässt sich nachsehen – und löschen –, was Google Home mitschneidet. Mit einem Knopf auf der Rückseite des Geräts lassen sich die Mikrofone abschalten, wenn man sicherstellen will, dass es nicht lauscht.

Die Spracherkennung funktioniert hervorragend. Egal, ob man Googles Assistent den Rücken zukehrt, ihn aus einer entfernten Ecke anspricht oder sogar den Raum verlässt und vom Flur aus mit ihm spricht – Google Home hat in unseren Versuchen zuverlässig alle Eingaben verstanden und sich dabei auch nicht vom Straßenlärm stören lassen, der durch ein Fenster hereinkam.

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