c't 18/2017
S. 22
News
Hardware

Mining-Mainboard für 100 Grafikkarten

Um mehr Grafikkarten ans Mainboard anzubinden, hat Biostar USB-Buchsen für die Übertragung von PCI-Express-Signalen zweckentfremdet.

Zum Schürfen von Kryptowährungen mit GPUs bietet Biostar das LGA1151-Mainboard TB250-BTC Pro an. Im Unterschied zu gebräuchlichen Boards ist es zusätzlich zum PEG-Steckplatz mit elf PCIe-x1-Slots ausgestattet. Die geringe Datentansferrate stellt etwa bei Ethereum-Mining keinen Flaschenhals dar. Zehn der Slots sind paarweise hintereinander angeordnet und lassen sich nur mit Riser-Cards nutzen. Diese leiten das PCIe-Signal per USB-3-Kabel an einen externen PEG-Steckplatz weiter.

Zudem zeigte Biostar ein Foto des Mainboards mit speziellen Riser-Karten, auf denen PCIe-Switches den Datenstrom eines einzelnen PCIe-x1-Steckplatzes auf bis zu 13 Karten verteilt. Mit acht solcher Karten lassen sich auf dem TB250-BTC Pro somit bis zu 104 Grafikkarten betreiben. Preise für diese Riser-Karten gibt es noch nicht, das Mainboard kostet rund 180 Euro. (chh@ct.de)

Coffee Lake braucht neue Mainboards

Die noch im August erscheinenden Intel-Prozessoren der Generation Coffee Lake (Core i-8000) sind trotz gleichem Sockel nicht mit bisherigen Mainboards der Serie 200 kompatibel. Für Coffee Lake kommen LGA1151-Boards mit Chipsätzen der Serie 300. Die vermutlich zuerst erscheinende Z370 wird dabei dem aktuellen Z270 ähneln. Spätere Serie-300-Versionen sollen USB 3.1 Gen 2 und WLAN-Funktionen beinhalten.

Das Coffee-Lake-Spitzenmodell heißt Core i7-8700K und enthält sechs Prozessorkerne, die mit einer Basistaktfrequenz von 3,7 GHz laufen. Dies geht aus im Netz veröffentlichten Spezifikationstabellen hervor. Sind nicht alle Kerne ausgelastet, liegen die Turbo-Takte bei 4,4 GHz (vier Kerne), 4,6 GHz (zwei Kerne) und 4,7 GHz (ein Kern). Die Thermal Design Power gibt Intel mit 95 Watt an. Der Core i5-8600K enthält ebenfalls sechs Kerne, beherrscht aber kein Hyper Threading; der sparsamere Core i5-8400 kommt mit 65 Watt aus. (mfi@ct.de)

VR-Rucksack mit Docking-Station

Die HP Z VR Backpack G1 Workstation lässt sich auf den Rücken schnallen oder im Dock als Desktop-Rechner nutzen.

Damit man sich mit einer VR-Brille nicht in lästigen Kabeln verheddert, gibt es Rucksack-PCs. HP bietet ab September speziell für Entwickler von Virtual-Reality-Anwendungen die Z VR Backpack G1 Workstation an.

In dem 4,6 Kilogramm schweren Rucksack stecken der Mobil-Quad-Core Core i7-7820HQ (2,9 GHz, Turbo: 3,9 GHz), 32 GByte DDR4-RAM und eine SSD mit 256 GByte bis 1 TByte Kapazität. Die Grafikausgabe übernimmt eine Nvidia Quadro P5200 mit 16 GByte lokalem Speicher, die zudem per Miracast weitere Monitore oder künftige VR-Headsets drahtlos ansteuern kann.

Im Preis von 3000 Euro ist zudem ein Dock enthalten, mit dem sich die HP Z VR Backpack G1 Workstation in einen stationären Rechner verwandelt. Zu den Anschlüssen zählen unter anderem HDMI 2.0, DisplayPort 1.3, USB 3.1 Typ C sowie Gigabit-Ethernet. (chh@ct.de)

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