c't 19/2017
S. 180
Web-Tipps
Elefantensprache, Flugverkehr, Schellackplatten

Wie Elefanten sprechen

https://www.helloinelephant.com

Elefanten sind nicht nur die größten noch lebenden Landtiere auf der Erde – ihr Gehirn ist auch etwa dreimal so groß wie das von Menschen. Untereinander kommunizieren die Rüsseltiere vor allem über Bewegungen und Gesten, die Gefühlszustände wie Spiellust, Aufmerksamkeit oder Aggression ausdrücken. Aber Elefanten sprechen auch miteinander. Wie sich zum Beispiel „Das macht mir Spaß“ auf Elefantisch anhört, können Besucher der Webseite Hello in Elephant abrufen.

Dazu tippen Sie im Textfeld auf der Webseite zunächst einzelne Wörter oder auch Zeichenfolgen von Emojis ein. Hat das System die Eingabe erkannt, erscheint das Video eines animierten Elefanten, der die entsprechende Audiosequenz herausposaunt. Zwar sind Texteingaben bislang nur auf Englisch möglich und auch der Sprachschatz ist recht rudimentär – das Kommunizieren mit den Dickhäutern macht aber trotzdem Spaß. Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung für das Schicksal der Elefanten, von denen es weltweit nur noch etwa 450.000 gibt. (pmz@ct.de)

Wo ist mein Flieger?

http://de.flightaware.com/live/airport/delays

www.flightradar24.com

Zwischen Abflug und Ankunft eines Fluges können viele Stunden vergehen. Da ist es beruhigend zu wissen, wo sich eine Maschine zu einem bestimmten Zeitpunkt konkret befindet. FlightAware und flightradar24 nutzen die Daten von Tausenden ADS-B-Empfängern (Automatic Dependent Surveillance – Broadcast) weltweit, um die Position und Geschwindigkeit von Flugzeugen zu bestimmen und anzuzeigen.

Diese Daten werden von den meisten (Verkehrs-)Flugzeugen nämlich frei gesendet. So kann man leicht überprüfen, ob ein Flug voraussichtlich pünktlich ankommen wird – die Meldelisten der Flughäfen schalten oft erst sehr spät den Status um. FlightAware hat dabei die größere Datenbasis und bietet außerdem Infos zu generellen Verzögerungen an Flughäfen. Teils sehr beeindruckend sind auch die Fotos, die Plane-Spotter beisteuern. Nachrichten rund um Flugzeuge und Flughäfen komplettieren das Angebot. (Tobias Engler/jo@ct.de)

78 Umdrehungen pro Minute

https://archive.org/details/georgeblood

Das in San Francisco beheimatete Internet Archive hat seine Audiosammlung um mehr als 25.000 Aufnahmen erweitert, die größtenteils von Schellackplatten, dem Vorläufer der Vinylschallplatte, stammen. Die ältesten Aufnahmen, die der Audio-Archivierungsspezialist George Blood L.P. im Rahmen des The Great 78 Project digitalisiert hat, reichen bis ins Jahr 1902 zurück und geben Musik mit der damals für Grammophone üblichen Abspieldrehzahl von 78 Umdrehungen pro Minute wieder.

Im 78rpm-Katalog finden sich auch rund hundert Aufnahmen, die deutschen Ursprungs sind – darunter beispielsweise „Rummelplatz“ von Hans Albers oder „Der Tiroler und sein Kind“ von Emil Münch und Orchester aus dem Jahr 1906. Zu den großen Namen im Fundus zählen Duke Ellington, Édith Piaf und Glenn Miller. Wer tiefer stöbert, findet zudem einige Kuriositäten – wie den 1943 in Großbritannien veröffentlichten Song „Don’t Let’s Be Beastly To The Germans“. (pmz@ct.de)

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