c't 19/2017
S. 39
News
Technische Software

Cloud-gestützte Haustechnik

Die Komponente Carriots Analytics verbindet die Gebäudesteuerung auf Basis von Candi PowerTools über die Cloud mit Backoffice-Anwendungen.

Candi PowerTools sind eine Suite von Programmen zur Steuerung von Haustechnik. Die Software kommuniziert mit einem Intel-Gateway, das seinerseits über Ethernet, Powerline oder WiFi mit netzwerkfähigen Gebäudegeräten verbunden ist. Der Datenaustausch etwa mit Temperatur- oder Helligkeitssensoren sowie Stromzählern kann über Protokolle wie BACnet, ZigBee oder Z-Wave erfolgen. In die jüngste Version der PowerTools hat der Hersteller ein Bindeglied zur Cloud-Plattform Altair Carriots integriert. Deren Nutzer können mit dem zugehörigen SDK Java-Web-Anwendungen zur Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) entwickeln. Auf diesem Weg sollen sich Candi-kontrollierte Geräte über die Cloud mit anderen Geräten des Internet of Things und mit Unternehmensanwendungen wie einem ERP- oder Fertigungplanungssystem verbinden lassen. (hps@ct.de)

Informativer CAD-Betrachter

DataCAD hat der aktuellen Version seines Dateibetrachters Glovius für CAD-Dokumente einen Bemaßungs-Assistenten spendiert. Dieser zeigt Maßangaben an, sobald der Mauszeiger ein Konstruktionselement berührt. Dabei wählt die Software automatisch die zugehörigen Messpunkte – etwa die Endpunkte von Kanten oder die Mittelpunkte von Kreissegmenten. In der 2D-Ausführung kann Glovius nun auch PDF-Dokumente exportieren. (hps@ct.de)

Justierfähiges 3D-Druckprogramm

Simplify3D 4.0 kann beim 3D-Druck unterschiedliche Parameter für verschiedene Bereiche eines Modells anwenden.

Das 3D-Druckprogramm Simplify3D kann in Version 4.0 den Druck eines 3D-Modells an unterschiedliche Erfordernisse anpassen, indem es dieses in verschiedene Zonen aufteilt. Der Anwender kann diesen Bereichen gezielt angepasste Prozesseinstellungen zuordnen. So lassen sich Parameter wie Lagenhöhe, Druckgeschwindigkeit oder Füllungsgrad innerhalb eines Modells variieren. Simplify3D sorgt dabei automatisch für nahtlose Übergänge zwischen den Zonen. Die Software passt die Menge des extrudierten Materials jetzt in Abhängigkeit von der Form an, was besonders bei feinen Strukturen zu einer besseren Druckqualität beitragen soll. Die überarbeitete Bedienoberfläche hilft mit einer interaktiven Vorschau, Probleme schon vor dem Druck zu entdecken. Simplify3D kostet 149 US-Dollar; das Upgrade auf die Version 4.0 ist für Besitzer der Vorversion kostenlos. Die kostenlose Testversion kann zwei Wochen lang ausprobiert werden.

(Mathias Poets/hps@ct.de)

Schnellere CAE-Berechnungen

Die Rechenprogramm-Suiten der Familie Ansys sollen in Version 18.2 schneller als bisher mit physikalischen Simulationen fertig werden. Als Design-Hilfe für elektronische Schaltungen nutzt die Elektromagnetik-Suite nun Phi Meshing, indem sie magnetische Flüsse als Netze von finiten Elementen modelliert. Mit neu eingeführten Raytracing-Funktionen soll sie die Wechselwirkung zwischen Hochfrequenz-Wellen und weiträumigen Umgebungen visualisieren. Das Ziel sind Hinweise zur optimalen Antennen-Platzierung im Gelände. Die Fluid-Suite verfeinert FEM-Netze automatisch mit einer Technik namens PUMA (Polyhedral Unstructured Mesh Adaptation).

In den Suiten für Systementwicklung und für Embedded Software hat der Hersteller seinen Modellierungs-Werkzeugkasten Scade Architect integriert. Dieser unterstützt zum Beispiel die Durchführung einer FMEA (Failure Mode and Effect Analysis), um mögliche Fehler anhand von Schätzungen zu Eintrittswahrscheinlichkeit, Schwere und Entdeckungschancen zu bewerten. (hps@ct.de)

Kommentieren