c't 19/2017
S. 41
News
Intel Core i-8000

Intel Core i-8000 für Notebooks

Die ersten Prozessoren der achten Core-i-Generation bringen flachen Notebooks vier Kerne: Je zwei Core-i7- und Core-i5-Typen aus der „U“-Familie mit 15 Watt Nennleistung. Bisher gab es in dieser 15-Watt-Klasse von Intel nur Dual-Cores. Die Rechenleistung der Quads soll um bis zu 40 Prozent höher liegen. Intel verspricht, dass das ohne Abstriche bei Akkulaufzeit und maximaler Taktfrequenz klappt: Der Core i7-8650U bringt es auf bis zu 4,2 GHz (1,9 GHz Basistakt). Außerdem kommen Core i7-8550U (1,8/4,0 GHz), Core i5-8350U (1,7/3,6) und Core i5-8250U (1,6/3,4).

Der Core i-8000U mit vier Kernen passt auch in leichte Business-Notebooks.

Die neuen Chips nennt Intel auch „Kaby Lake Refresh“: Sie unterscheiden sich bis auf die zusätzlichen beiden Kerne kaum von ihren Vorgängern; statt der Fertigungstechnik 14 Nanometer verwendet Intel die optimiert Version „14nm+“. Die Intel HD Graphics 620 heißt künftig Intel UHD Graphics 620, leistet aber dasselbe. Sie soll für einfache Anwendungen von „Merged Reality“ beziehungsweise Mixed Reality genügen, die mit dem Fall Creators Update für Windows 10 im September erwartet werden. Erste Notebooks mit Core i-8000U sollen ab September zu kaufen sein und könnten so schon auf der IFA angekündigt werden.

Tabelle
Tabelle: Intel Core i-8000: Varianten

Verwirrend ist die Fülle neuer „Lake“-Prozessoren, die Intel in den nächsten Monaten plant. Denn auch die Familien Cannon Lake, Coffee Lake, Gemini Lake und Ice Lake werfen ihre Schatten voraus. Cannon Lake werden Intels erste 10-nm-Chips sein und als Core i-8000Y in lüfterlosen Windows-10-Tablets und 2-in-1-Hybriden erscheinen. Coffee Lake will Intel mit „14nm++“ und bis zu sechs Kernen fertigen. Coffee Lake-H mit 45 Watt zielt auf Gaming-Notebooks und mobile Workstations, Coffee Lake-S mit bis zu 95 Watt auf Desktop-PCs. Die nötigen LGA1151-Mainboards brauchen Chipsätze der Serie 300 – wie bereits berichtet.

Core i7-8650U ist Intels erster Quad-Core mit 15 Watt TDP für flache Notebooks.

Schließlich will Intel vor Jahresende wohl noch die billigen Celerons auffrischen, und zwar mit Gemini Lake – inklusive HDMI 2.0 und den Software Guard Extensions (SGX) für UHD-BD-Kopierschutz. Für Mitte 2018 erwartet man dann Ice Lake mit „10nm+“ als Nachfolger von Coffee Lake. (ciw@ct.de)

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