c't 19/2017
S. 40
News
Hardware

Tower-Kühler für Ryzen Threadripper

Um die Abwärme der Threadripper-Prozessoren optimal abzuführen, mussten die Kühlerhersteller die Bodenplatte wie beim Arctic Freezer 33 TR vergrößern.

Die High-End-Prozessoren Ryzen Threadripper verwenden die neue CPU-Fassung TR4, haben einen größeren Heatspreader und mit 180 Watt eine besonders hohe Thermal Design Power (TDP). Der Tower-Kühler Freezer 33 TR von Arctic ist zum Beispiel mit einer vergrößerten Grundfläche an diese Anforderungen angepasst: Die Abwärme des Prozessors leiten vier Heatpipes zu den Kühllamellen; diese liegen im Luftstrom des 12-cm-Lüfters.

Der Drehzahlbereich des PWM-Ventilators reicht von 200 bis 1.800 Umdrehungen pro Minute. Laut Arctic soll der Freezer 33 TR Prozessoren mit bis zu 200 Watt TDP kühlen und auf Mainboards mit den Fassungen AM4, LGA2011, LGA2066 und TR4 passen. Der Tower-Kühler mit weißem oder rotem Lüfter kostet 45 Euro. (chh@ct.de)

Gaming-PC mit Core-X-CPU

Der Medion Erazer X87001 liefert genug Leistung fürs Spielen mit Ultra-HD-Auflösung.

Medion packt in den Spielerechner Erazer X87001 nicht nur High-End-Komponenten, sondern spendiert diesem auch ein spezielles Gehäusedesign: Vom Gaming-Flaggschiff sollen 50 Stück in den Verkauf kommen, die von Graffiti-Künstlern handbesprüht wurden.

Zur Ausstattung zählen ein 10-Kern-Prozessor Core i9-7900X (3,3 GHz, Turbo 4,5 GHz), 64 GByte RAM, zwei M.2-NVMe-SSDs mit je 512 GByte Kapazität sowie zwei 4-TByte-Festplatten. Damit die CPU nicht überhitzt, baut Medion in den Erazer X87001 eine erweiterbare Wasserkühlung ein. Die Grafikausgabe übernimmt eine GeForce GTX 1080 Ti mit 11 GByte GDDR5X-RAM. Damit eignet sich der Erazer X87001 auch fürs 4K-Gaming von grafisch aufwendigen 3D-Spielen. Der Gaming-Rechner ist ab sofort für 4500 Euro im Online-Shop von Medion erhältlich. (chh@ct.de)

Boom im Grafikkartenmarkt

Der Absatz von Grafikchips stieg im zweiten Quartal 2017 so stark wie seit 20 Jahren nicht. Insbesondere legte die Zahl der verkauften Grafikkarten zu, um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal und um 31 Prozent gegenüber dem vorherigen. Laut Jon Peddie Research hängt das mit dem Boom bei Kryptowährungen zusammen, konkret mit dem Schürfen der Kryptowährung Ethereum, für die sich aktuelle Grafikkarten besonders gut eignen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 legte der GPU-Absatz insgesamt um 6,4 Prozent zu, davon entfällt ein Plus von 5 Prozent auf Desktop-GPUs und ein Plus von 7 Prozent auf Notebook-GPUs. AMD konnte dabei 8 Prozent mehr GPUs absetzen, Nvidia sogar 10 Prozent mehr.

AMD eroberte im zweiten Quartal 2017 einen Marktanteil von 29,4 Prozent bei Grafikkarten. Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einer Steigerung um 1,9 Prozentpunkte, zum Vorjahresquartal jedoch einem Rückgang um 1,4 Prozentpunkte. Nvidia-Grafikkarten dominieren den Markt mit einem Anteil von 70,6 Prozent. Nvidia verlor im Vergleich zum Q1/2017 jedoch 1,9 Prozentpunkte, gewann aber dafür gegenüber dem Vorjahr 1,5 Prozentpunkte. (mfi@ct.de)

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